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Car2Car-Kommunikation

So profitieren wir von Autos, die sich "unterhalten"

Von Deborah Liebig

 

 

    Daten & Fakten

    Wäre es nicht schön, wenn das eigene Auto Ampelphasen erkennt und Dich schneller durch den Berufsverkehr steuert? Viele IT-Lösungen für das Auto von morgen existieren schon heute.

    Unter der Bezeichnung "Car2X"-Kommunikation werden Technologien für den Informations- und Datenaustausch zwischen Fahrzeugen und ihrer Umwelt entwickelt. "Car2Car" steht dabei für die direkte Kommunikation von Auto zu Auto. Plötzliche Unwetter, ein gerade entstehender Stau oder ein Falschfahrer sind nur einige Beispielinformationen die durch die lückenlose Vernetzung noch schneller beim Fahrer sein könnten.

    Das Car-to-Car Communications Consortium (C2CCC) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Standards in der Car2X-Kommunikation einzuführen. Ähnlich wie die Autosar-Initiative im Bereich der Embedded Systems ist das C2CCC ein Zusammenschluss von verschiedenen Automobilherstellern, Zulieferern und Forschungseinrichtungen, die an einheitlichen Entwicklungsstandards arbeiten. Dabei steht besonders die Sicherheit und Optimierung des Straßenverkehrs im Vordergrund. Ein reibungsloser Verkehrsfluss ist für die wachsenden Großstädte besonders wichtig und Teil der Zukunftsvision Smart City.

    So funktioniert Car2Car-Kommunikation

    Bei der Car2Car-Kommunikation wird die normale Funktechnik von WLAN-Systemen nach der IEEE-Norm 802.11p genutzt. Fahrzeuge bauen mit einer "On Board Unit" ein Netzwerk untereinander auf. Dabei werden die Autos gleichzeitig als Sender, Empfänger und Repeater. Bei der Car2X-Kommunikationen können Autos zusätzlich mit einer "Road Side Unit" ein Ad-hoc-Netwerk aufbauen, um so auch auf Umgebungsdaten wie z.B. Wetterdaten zuzugreifen.

    Zukunftsmusik oder bereit für die Praxis?

    Bereits heute gibt es einige Anwendungen, die auf den Gedanken der Car2Car-Kommunikation zurückgreifen und im Praxiseinsatz sind. Das "Cooperative Forward Collision Warning"-System zum Beispiel ermittelt den Abstand zum vorrausfahrenden Fahrzeug, um auf zu geringen Abstand hinzuweisen. Damit könnten Auffahrunfälle bald der Vergangenheit angehören. Schon 2007 wurden Systeme dieser Art im sogenannten Sim-TD erfolgreich getestet.

    Bisher müssen Bremsassistenten in der Praxis allerdings auf die eigenen Sensorik zurück greifen. Bei lückenloser und markenunabhängiger Einführung der Car2Car-Technologie vernetzen und warnen sich die Fahrzeuge untereinander  beispielsweise über eine Notfallbremsung in einer unübersichtlichen Kurve. Dies funktioniert aber erst dann, wenn genügend Fahrzeuge entsprechend ausgestattet sind.

    Die Vorteile solcher Kommunikationssysteme liegen auf der Hand. Die flächendeckende Umsetzung dagegen ist nicht so einfach. Besonders das Thema Datenschutz stellt die Entwickler immer noch vor Probleme. Da die fahrenden Computer ununterbrochen Daten senden, ist die Erstellung und illegale Nutzung von Bewegungsprofilen relativ einfach. Die Frage, wie man die Daten am besten verschlüsselt und wie die Anonymität der Fahrer sichergestellt werden kann, wird kontrovers diskutiert.

    Dein Einstieg in die Automobilindustrie

    Wie Du siehst gibt es noch viel zu tun. Automotive-begeisterte Entwickler und kreative Lösungen sind gefragt. Wenn Du einen Hochschulabschluss in Informatik, Elektrotechnik oder Ingenieurwissenschaften hast, erwarten Dich spannende Aufgaben. Du erstellst zum Beispiel Funktionsspezifikationen und -simulationen und definierst die Anforderungen an die Systeme. Wenn Dich das Zusammenspiel von Auto und IT interessiert, wirf einen Blick in diese Einstiegsjobs.

     

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