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Christian Völker, Referent

Christian Völker

"In einem ereignisreichen letzten Jahr haben wir zahlreiche ehrgeizige und innovative Strategie- und Infrastrukturkonzepte entwickelt."

Von Christian Völker

 

 

Was waren die spannendsten Momente Ihrer Karriere im AA?

Vor etwa sieben Jahren haben wir unsere erste sichere Smartphone-Lösung ausgerollt. Damals durfte ich zum ersten Mal Auslandsvertretungen in Chennai und Tel Aviv besuchen, um zu sehen, wie der Rollout in der Praxis realisiert wird. In jüngster Zeit waren Reisen nach Teheran und Bagdad zur Krisenbewältigung besonders interessant. Der spannendste Augenblick war der, als wir zum IT-Dienstleister der Bundesverwaltung wurden. In einem ereignisreichen letzten Jahr haben wir dann zahlreiche ehrgeizige und innovative Strategie- und Infrastrukturkonzepte entwickelt, die wir seither kontinuierlich weiterentwickeln und mit Leben füllen.

Wie sieht ihr persönlicher Werdegang aus?

Angefangen habe ich als IT-Administrator im Netzwerkbereich im gehobenen Dienst am Standort Bonn. Mit Versetzung in meine Heimatstadt Berlin habe ich dann zunehmend Aufgaben im Bereich der IT-Strategie wahrgenommen. Meinem damaligen Vorgesetzten bin ich heute noch dankbar für den Hinweis auf ein berufsbegleitendes Master-Studium. Dieses habe ich 2015 mit einem Master in Public Administration abgeschlossen und mich wenig später für den höheren Dienst qualifiziert. Seitdem bin ich verbeamteter Referent.

Wo sind Sie als Auslands-ITler überall hingekommen?

Sagen wir so – in Australien war ich noch nicht. Die interessantesten Dienstreisen waren wohl nach Moskau, Rio de Janeiro, Helsinki und New York. Aber auch Indien war eine besondere und wertvolle kulturelle Erfahrung, an die ich oft zurückdenke. Ich wurde an allen Vertretungen sehr freundlich empfangen und auch beim Umgang mit unterschiedlichen Kulturen unterstützt.

Was sagen Sie zu den gängigen Vorurteilen, Behörden seien in Fragen moderner Technologie überfordert?

Ich würde Sie genau so bezeichnen: als Vorurteil. Hier und da dauert es allerdings eine Weile, bis neue Technologien eingeführt werden können. Denn wir sind als staatliche Organisation an besondere Verfahrensweisen wie z.B. das Vergaberecht gebunden. Und last but not least: Die Auslands-IT beschäftigt sich durchaus mit sehr innovativen Projekten, die in der Bundesverwaltung einzigartig sind.

Was wird sich in den kommenden Jahren durch Digitalisierung in der IT des AA verändern?

Die internen Verwaltungsprozesse werden stärker digitalisiert. Diese interne Digitalisierung ermöglicht dann auch eine ortunabhängige Bereitstellung von Diensten für Bürgerinnen und Bürger im Internet. Als IT-Dienstleister des Bundes begleiten und unterstützen wir diese Digitalisierung und professionalisieren uns stetig. Die Bundesregierung wird zudem resiliente Infrastrukturen aufbauen – verbunden mit dem Ziel größerer digitaler Souveränität.