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DANIEL STEGEMANN, SAP CONSULTANT

Daniel  Stegemann

"Die Entscheidungswege sind also sehr kurz und fördern dadurch das Einbringen eigener Ideen."

Von Daniel Stegemann

 

 

Was ist dein Job bei Arvato Financial Solutions?

Die Frage beantworte ich am besten, indem ich von den drei großen Projekten berichte, in die ich seit meinem Einstieg bei AFS involviert war:

Eines dieser Projekte war das Projekt Shared Mobility mit Lynk & Co. als ersten Großkunden. Das chinesische Unternehmen revolutioniert gerade das Mobilitätskonzept. Bei Lynk & Co können Verbraucher_innen Autos nicht nur kaufen, sondern auch über eine monatliche Mitgliedschaft nutzen oder sie mit anderen teilen. Das Sharing-Konzept bringt komplexe Finanzprozesse mit sich, die Bezahlung zwischen zwei Mitgliedern muss unkompliziert erfolgen. Wir übernehmen mit unserer Plattform Aquont den kompletten Order-to-Cash Prozess und sorgen für einen reibungslosen Ablauf aller Prozesse. Ich war in der Konzeption und Implementierung federführend, um die Funktionalitäten der Sharing Platform in der Buchhaltung abzubilden. Mittlerweile ist dieses Produkt für Lynk & Co. als ersten Kunden live, wird aber weiterentwickelt und um neue Funktionalitäten ergänzt, sodass wir hiermit weitere Kunden an Land ziehen können.

Ein weiteres – dieses Mal internes – Projekt war die Automatisierung eines Prozesses zur Auszahlungsgenehmigung. Der Prozess wurde zuvor komplett manuell und in Excel durchgeführt. Durch den Einsatz maschineller Prüfalgorithmen entscheidet nun SAP in vielen Fällen selbst darüber, ob ein Betrag ohne weiteres ausbezahlt werden darf oder ob der Fall nochmals durch einen Sachbearbeiter geprüft werden muss. Dadurch konnten wir eine enorme Arbeitszeitersparnis für unsere Sachbearbeiter erreichen.

Das dritte Projekt, welches nach wie vor aktuell und fortlaufend ist, ist die Implementierung von „Software-Robotern“, die beispielsweise SAP bedienen. Diese Technologie ist bekannter unter dem Namen Robotic Process Automation (RPA). Für die Entwicklung und Implementierung dieser Roboter haben wir ein eigenes Team in Potsdam. Ich bin dafür zuständig, das ganze SAP-seitig zu designen und auch Prozesse zu identifizieren, die wir durch Roboter automatisieren können. Das sind Prozesse, die sich oft wiederholen und regelbasiert abgearbeitet werden können. Ein sehr spannendes Thema, das mit Sicherheit zukünftig noch mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Welche Technologien und Arbeitsweisen bevorzugst du?

Ich bin ein Fan von SAP S4/HANA. Ich bin davon überzeugt, dass es für unsere Projekte im Finanzbereich kein besseres Produkt gibt. SAP hat beispielsweise bei der Entwicklung des Moduls FI-CA bewusst Events eingebaut, sozusagen „kleine Törchen“, damit der User den Code nach eigenen Anforderungen erweitern kann, ohne ihn dabei vollständig zu verändern. Bildhaft gesprochen hat man ein Fertighaus vor sich, in das man nach Belieben Wände einziehen oder eine Garage anbauen kann. Für mich war bei der Wahl des Arbeitgebers ein entscheidender Faktor, dass diese State of the art-Produkte bereits in der technoligischen Landschaft integriert sind. Viele Unternehmen führen SAP S4/HANA gerade erst ein.

Was Arbeitsweisen betrifft fühle ich mich mit unseren agilen Projektmethoden sehr wohl. Als wir im vergangenen November auf agiles Arbeiten nach SCRUM umgestellt haben, hat es natürlich seine Zeit gedauert, bis sich alles eingegroovt hatte. Mittlerweile spürt man, dass wir deutlich effizienter und schneller arbeiten als zuvor. Ich würde deshalb keine andere Arbeitsweise der Agilen vorziehen.

Als SAP Consultant bist du auf dem Markt sehr gefragt und kannst dir deinen Arbeitgeber quasi aussuchen. Weshalb viel deine Wahl auf uns?

Das hat mehrere Gründe:

Als allererstes finde ich es klasse, inhouse zu arbeiten und dennoch viel Kundenkontakt zu haben. Als SAP-Consultant in einem der großen Beratungsunternehmen hat man natürlich noch häufiger mit Kunden zu tun und erhält dadurch sehr viele spannende Einblicke. Allerdings sieht man bei dieser Tätigkeit selten die Ergebnisse, den Impact, den man durch seinen Beitrag geschaffen hat und es ist mit häufiger Reisetätigkeit verbunden. Unser Team arbeitet an eigenen Produkten bzw. Plattformen wie z.B. Aqount, welches dann von unseren Kollegen aus dem Vertrieb verkauft wird. Wir können die Performance der Produkte also sehr gut nachverfolgen und sind nah am Geschehen.

Und obwohl ich häufig mit Kunden und deren Anforderungen zu tun habe, ist dies in der Praxis für mich mit keinerlei Reisetätigkeit verbunden. Durch das Angebot des mobilen Arbeitens, kann ich sogar auch nach der Pandemie 80% meiner Arbeitszeit im Homeoffice leisten und werde dies auf jeden Fall auch nutzen. Ich wohne ca. eine Stunde vom Standort Münster entfernt und bin sehr froh über die Zeitersparnis, die sich durch die Homeoffice Regelung ergibt. Auch die Arbeitszeiterfassung über unseren Web Client begrüße ich sehr, da so auch Überstunden getrackt werden, die man dann bei Bedarf ohne Probleme abbauen kann. Dieses System bevorzuge ich auf jeden Fall gegenüber der Vertrauensarbeitszeit.

Was ich auch super finde: Klar, wir sind ein Konzern. Und ein Konzern bringt immer die Assoziation mit, es müssen erst einmal ca. 18 Freigaben eingeholt werden, ehe eine Neuerung zustande kommt oder eine gute Idee umgesetzt wird. Da war ich positiv überrascht, bei uns wird sehr viel im Team entschieden und die Führungskräfte können bei Bedarf einfach direkt kontaktiert werden. Die Entscheidungswege sind also sehr kurz und fördern dadurch das Einbringen eigener Ideen.