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Mit Jan unterwegs in Magdeburg (I)

Jan

"Zwar muss man sich manchmal motivieren, nach einem anstrengenden Arbeitstag noch etwas zu unternehmen, aber es lohnt sich."

Von Jan

 

 

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen
Das gilt umso mehr, wenn man mit der Deutschen Bahn unterwegs ist. Oft komme ich auf mehrere tausend Kilometer im Monat, nach dem gerade zitiertem Matthias Claudius sollte ich also sehr viel erzählen können.

Sicher wäre Fliegen oftmals schneller, manchmal sogar billiger – aber irgendwo beginnt beim Einsparen von CO2 auch eine persönliche Verantwortung. Um so mehr erfüllt es mich mit Stolz bei einem 100% klimaneutralen Unternehmen zu arbeiten.

Hannover
Ich sitze in der DB-Lounge und lasse bei aufgeklapptem Laptop meine Gedanken schweifen. Bruchstückhaft schnappe ich Gesprächsfetzen auf; Beschwerden über das Wetter, das letzte Fußballspiel, die deutsche Bahn. Wenn man Zeit hat, um in der DB Lounge zu sitzen, ist meist an irgendeiner Stelle etwas schiefgelaufen. Und oft ist der Gastgeber selbst schuld, die Gratisgetränke helfen da nur bedingt.

Ja, das Bahnfahren… allein darüber ließen sich ganze Bände füllen. Aber darum soll es nicht gehen. Naja vielleicht ein bisschen.

Ich bin übrigens gerade auf dem Weg nach Hause, von meinem aktuellen Kunden bis zu meiner Wohnung sollten es etwa 4 Stunden sein. Es sind nie 4 Stunden. Nur manchmal. Ab und zu. Naja, okay: Überraschend oft.

Dazu kommen zwischendurch noch weitere Abstecher, andere Kunden, andere Niederlassungen, Schulungen oder Konferenzen. Wer nicht gut plant, kommt da schnell in Stresssituationen. Wer das nicht mag, wird in dem Job nicht glücklich.

Was hilft sind Lieblingshotels, auf die man sich freut. Interessante Städte, tolle Kneipen und Restaurants.
Zwar muss man sich manchmal motivieren, nach einem anstrengenden Arbeitstag noch etwas zu unternehmen, aber es lohnt sich. Man klappert zuerst die Sehenswürdigkeiten und Touristenfallen ab. Ist man etwas länger vor Ort, helfen die Tipps der Kollegen vor Ort. So hat man die Möglichkeit eine Stadt ganz anders zu erleben.

Ein schönes Beispiel ist Magdeburg

Ich wäre nie im Leben auf die Idee gekommen als Tourist diese Stadt zu besuchen. So aber hatte ich die Chance eine Stadt, die ich nie besucht hätte, besser kennenzulernen. Es hat sich gelohnt. Magdeburg ist voll historischer Orte, hat überraschend viel richtig gute Restaurants und hält andere, leider weniger, bekannte Sehenswürdigkeiten parat.

Und Magdeburg hat einen weiteren Vorteil. Eines meiner bereits erwähnten Lieblingshotels liegt dort. Als regelmäßiger Stammgast habe ich immer das gleiche Zimmer, mind. eine Kategorie höher als normal gebucht, halb so groß wie meine Wohnung und mit eigenem großem Balkon. Das Frühstück sucht seinesgleichen. Wann immer ein Hotel „mit dem besten Frühstücks Deutschland*“ wirbt, entlockt mir das nur noch ein müdes Lächeln in Vergleich zu der Opulenz, die in Magdeburg aufgefahren wird.

Achja, und der Job?
Manchmal werden wir Consultants auch als die „allwissenden Heilsbringer“ gesehen. Umso enttäuschter ist man dann, wenn auch die Consultants nicht auf Anhieb alles lösen können. Wir sind keine Superhelden – aber auch keine Superschurken. Wir sind Spezialisten, oft so spezialisiert, dass sich ein Unternehmen es nicht leisten könnte, eine Stelle genau für dieses Wissen einzuplanen. Oder wir sind Eierlegende Wollmilchsäue, die aufgrund der Erfahrung und ständiger Fortbildung einen anderen Blickwinkel mitbringen. Oder wir helfen aus, weil Not am Mann ist und bringen ein Projekt auf die richtige Bahn. Wie das gehen kann liegt an dem Consultant, dem Team und dem Kunden.

Jede Situation erfordert eine andere Vorgehensweise
Es erfordert ein wenig Empathie und viel Geduld. Wenn man die anderen versteht, funktioniert der Umgang gleich viel besser.

Wenn man einen guten Draht zu den Ansprechpartnern hat, dann erfährt man auch viel über ein Projekt. Wenn man weiß, warum eine bestimmte Entscheidung getroffen wurde, dann kann man damit auch viel besser umgehen. Einen guten Consultant macht nicht nur das Wissen aus, sondern auch die Fähigkeit Dingen auf den Grund zu gehen. So wird aus einem Einsatz ein Projekt, an dem man gerne arbeitet, aus Kunden werden Kollegen. In manchen Fällen trifft man sich auch regelmäßig außerhalb der Arbeit.

*Wahrscheinlich ist damit gemeint: „bestes Frühstück in Deutschland für Parkhotels in der Nähe von Münster. Anders kann ich mir die Wahrnehmungsverzerrung mancher Hoteliers nicht erklären.