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Ulrich Häusl, Gruppenleiter für HMI-Plattformentwicklung

Wer Personenkontakte eher nicht so gerne mag, wird sich in unseren Teams schwertun, da wir sehr eng zusammenarbeiten

Von MAGNA Telemotive GmbH – Ulrich Häusl

 

 

Welche drei Begriffe fallen Dir spontan ein, wenn Du an Telemotive denkst?

Teamarbeit, Dinge vorantreiben und spannendes Umfeld.

Jetzt aber erst einmal zu Dir: Was hat Dich eigentlich zu Telemotive verschlagen?

Aufgewachsen bin ich in einer Kleinstadt in den bayerischen Alpen, doch ich lebe seit 1998 in München und habe dort erstmal Mathematik, Physik und Informatik für Gymnasiallehramt studiert. Doch noch vor dem Referendariat war mir klar: Ich möchte lieber im Team arbeiten. So landete ich bei einem Unternehmen im Bereich Satellitennavigationstechnologie. Dort habe ich vier Jahre lang Software für Signalgeratoren entwickelt, mit denen man Galileo, GPS und andere Satellitennavigationssysteme simulieren kann. 2010 startete ich dann bei Telemotive, eigentlich um im Bereich GENIVI mitzuhelfen, LINUX ins Auto zu bringen.

Und dann kam die böse Überraschung?

Überraschung ja, aber keine böse. Denn nach einem kurzen Projekt zum Start bin ich schnell mit dem Bereich Kombi-HMI in Kontakt gekommen, bis dato für mich vollkommen unbekannt, aber unglaublich spannend.

Welche Positionen hast Du bei Telemotive konkret bekleidet?

Angefangen habe ich als Softwareentwickler, auch das ist bei uns recht gewöhnlich. Dann wurde ich Softwareprojektleiter und im Anschluss Teamleiter für 3D-Software. Mittlerweile bin ich Gruppenleiter für HMI-Plattformentwicklung und darf 15 Personen zu meiner Gruppe zählen. Bei Telemotive kann das schnell gehen…

Was sind Deine wichtigsten Tätigkeiten?

Jetzt gerade? Viel zu viele Mails schreiben und in viel zu viele Meetings gehen, um neue Projekte zu akquirieren und alle möglichen Themen rund um die eigentliche Projektarbeit kontinuierlich voranzutreiben. Am wichtigsten aber ist eine Sache: Dafür sorgen, dass mein Team bestmöglich arbeiten kann.

Hast Du es jemals bereut, zu Telemotive gegangen zu sein?

Nein. Langweilig wird es einem hier nie. Es gibt laufend neue Herausforderungen. Es geht immer was vorwärts …

Was macht Telemotive aus? Worauf würdest Du ungern verzichten?

Es ist einfach toll, wenn man Dinge selbst gestalten kann und aktiv bei der Weiterentwicklung mitwirken kann, egal ob bei Prozessen, Inhalten oder Ergebnissen. Diese Möglichkeit zieht sich bei uns durchs ganze Unternehmen. Jeder darf seine Ideen einbringen, und wenn sie gut sind, werden sie umgesetzt. Egal, woher sie kommen.

Ist der Unterschied zum klassischen Konzern oder den Wettbewerbern groß?

Zum Glück haben wir nicht diese klassische Konzernhierarchie - also dass oben etwas beschlossen wird, was dann „top-down“ verkündet wird, und der Mitarbeiter ganz unten in der Befehlskette steht. Bei Telemotive gibt’s hier immer noch das Start-up-Feeling: Bei uns funktioniert die Kommunikation in beide Richtungen. Bei uns kann jeder mit jeder Ebene ganz offen über alles sprechen. Unsere Führungskräfte sitzen fast alle in direkter Nähe zu den Teams und sind schon allein deswegen sehr nah dran am Tagesgeschäft.

Duzt Ihr Euch eigentlich alle?

Ja klar – alles andere würde auch nicht zu uns passen. Sogar mit den Vorständen sind wir per Du. Duzen baut Distanz ab, und das ist gut.

Wie reagieren Einsteiger zu Beginn auf die Telemotive-Kultur?

Viele waren ja schon vor ihrem ersten Arbeitstag bei uns vor Ort. Nach dem eigentlichen Vorstellungsgespräch organisieren wir sehr oft noch einen Kennenlern-Termin bei uns im Fachbereich. Bei diesem haben die Bewerber die Möglichkeit, das Team, unsere Räume und unsere Projekte aus nächster Nähe kennenzulernen. Meist sind die Bewerber dann schon begeistert von uns – wenn sie zum Beispiel sehen, wie greifbar die Entwicklung bei uns ist, obwohl wir Embedded Software für ein Steuergerät schreiben, und wenn sie die Arbeitsatmosphäre bei uns spüren. Nach diesen zwei bis vier Stunden gehen sie mit einem recht konkreten Bild von ihrem zukünftigen Arbeitsalltag nach Hause: die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft! Viele Mitarbeiter waren aber auch schon in ihrer Studienzeit als Praktikant oder Werkstudent bei uns. Außerdem bilden wir selbst auch Fachinformatiker aus. Und damit die Einarbeitung nach dem Start leicht gelingt, geben wir jedem Neuen einen Paten, der ihn betreut und bei Fragen da ist.

Kommen wir speziell zu Deinem Bereich, der HMI-Plattformentwicklung. Womit beschäftigt Ihr Euch hier?

Wir entwickeln die Softwarekomponenten, die der Fahrer sieht, wenn er eines der Displays im Fahrzeug betrachtet. Software mit einem hohen Grafikanteil und sehr komplexer Funktionslogik, aber aufgrund der beschränkten Hardware immer noch Embedded Software, die zum Teil auch Sicherheitsanforderungen nach ISO 26262 genügen muss. Allein die Aufgaben in der Entwicklung sind super-vielschichtig: Softwareerstellung in C und C++, Grafikentwicklung, State Machine Modellierung, Softwareintegration, Absicherung… und das sind nur ein paar Bereiche. Dazu kommt noch eine Vielzahl von Organisations- und Koordinierungsthemen mit Kunden und Schnittstellenpartnern. Unsere Projekte sind meist echte Langläufer: zwei Jahre vom Entwicklungsstart bis zum ersten Einsatz in der Serie und vier weitere Jahre mit kontinuierlicher Erweiterung des Funktionsumfangs sind bei uns keine Seltenheit.

Wie sieht dann die klassische Laufbahn Deiner Mitarbeiter aus?

So pauschal kann ich das nicht sagen. Meistens ergibt sich die Laufbahn je nach Persönlichkeit ganz automatisch. Wir arbeiten ja nach der agilen Projektorganisations-Methode SCRUM, und da liegt es in der Verantwortung des Teams, alle Aufgaben, die zum Projekterfolg nötig sind, wahrzunehmen und die dafür nötigen Kompetenzen aufzubauen und weiterzugeben. Der kontinuierliche Wissensaufbau gehört also zum Team-Alltag. Die einen entwickeln sich dadurch nach und nach zu Experten für ein bestimmtes Thema, die anderen schnuppern nach und nach in alle Aufgabenbereiche hinein und werden Allrounder, im Idealfall zum Multitalent. Wer Herzblut dafür mitbringt, die Zusammenarbeit und die Prozesse im Team beständig zu optimieren, wird oft Scrum Master, und wer den Gesamtprojekterfolg beständig im Blick hat und sich aktiv in die Planung einbringt, wird meist über kurz oder lang Product Owner. Auf jeden Fall hat jeder eine realistische Chance auf seine Traumstelle, wenn die Einstellung und der Einsatz stimmen. Bei uns kann sich jeder seinen Orden verdienen – einfach nur willkürlich umgehängt wird hier nichts. Wir achten übrigens immer sehr darauf, dass jeder Bewerber dort eingesetzt ist, wo er sich wohlfühlen kann. Und bis jetzt haben wir noch für jeden guten Bewerber etwas Passendes gefunden…

Was spornt Deine Mitarbeiter am meisten an? Die Arbeit an der großen Mobilitätsvision?

Ich würde sagen, es sind eher die kleineren Erfolge, die richtig motivieren. Und wenn ich von Anfang bis Ende ein Projekt begleiten darf und dann ein super Ergebnis habe, macht das schon stolz. Aus meiner eigenen Erfahrung als Softwareentwickler kann ich sagen, dass es schon ein tolles Gefühl ist, wenn man das selbstentwickelte Kombi das erste Mal im Fahrzeug erlebt! Und ein guter Kaffee und ein kleines Kicker-Spiel für kreative Pausen haben auch noch niemandem geschadet.

Stelle Dir vor, Du könntest Dir den perfekten Bewerber backen – wie wäre sie oder er?

Wenn wir überzeugt sind, dass jemand neugierig ist und selbständig arbeiten kann, bekommt er immer eine Chance. Auch wenn er aus einer ganz anderen Ecke kommt, oder vielleicht sogar gar nicht studiert hat. Wir schauen da gerne über den Tellerrand. Die Erfahrung zeigt nämlich: Gerade die Leute, die darauf brennen, etwas verbessern zu wollen, blühen bei uns oft richtig auf! Besonders interessant sind für uns natürlich Informatiker und Elektrotechniker – vor allem mit dem Schwerpunkt Software; aber auch mit einem Abschluss in Mathematik oder Physik bringt man beste Voraussetzungen für einen Start bei uns mit. Da wir grafikorientierte Software entwickeln, arbeiten bei uns auch viele Absolventen aus dem Medienbereich sowie der Medieninformatik. Auf jeden Fall sollte der Bewerber gerne im Team arbeiten, das ist ganz wichtig. Wer Personenkontakte eher nicht so gerne mag, wird sich in unseren Teams schwertun, da wir sehr eng zusammenarbeiten. Aber wir haben auch Projekte in anderen Abteilungen, wo man aufgrund des Aufgabenfeldes eher alleine arbeitet und die für solche Personen besser passen. Wichtig ist auch so eine Art natürlicher Antrieb, die Dinge besser machen zu wollen – so eine gewisse Neugierde. Das ist viel wichtiger, als dass der Bewerber schon das komplette Wissen mitbringt, das er für die Arbeit bei uns braucht.

Worauf achtest Du bei Bewerbern sonst noch?

Ich bin ein visueller Typ und achte schon auch auf die Aufbereitung der Bewerbungsunterlagen. Entscheidend sind aber am Ende die Fakten, darum lade ich natürlich auch Kandidaten ein, die keine Profidesigner sind. Doch auch das Anschreiben verrät mir viel – zum Beispiel, wie der Kandidat an das Thema Softwareentwicklung grundsätzlich herangeht und was ihm wichtig ist. Im persönlichen Gespräch versuche ich dann, noch stärker herauszufinden, wie jemand Softwareentwicklung denkt; wie er anfängt, worauf er achtet, was ihm mehr und weniger wichtig ist… Das ergibt dann ein Gesamtbild. Außerdem achte ich darauf, ob jemand gut ins Team passt und ob eine gewisse Neugierde vorhanden ist. Ein kleines bisschen Bescheidenheit macht einen Absolventen auch sympathisch.

Was war für Dich persönlich Dein schönstes Erlebnis während Deiner Zeit bei Telemotive?

Meine erste Elternzeit. Gut, das hat nichts mit meinem Job zu tun, aber das waren bisher die zwei schönsten Monate in meinem Leben, und die fallen in meine Zeit hier bei Telemotive. Im Job freue ich mich darüber, die ganzen Anforderungen in ihrer Gesamtheit gemeistert zu haben, und gemeinsam mit meinen Kollegen einen der wichtigsten Kompetenzbereiche bei Telemotive aufgebaut zu haben.

 
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