Profil zeigen und Anfragen erhalten

Bewerbungen schreiben? So machst Du Unternehmen auf Dich aufmerksam und drehst den Bewerbungsprozess einfach um!

Deborah Liebig
Handy mit 3 neuen Anfragen im Postfach.

Hier auf get in IT suchen Arbeitgebende gezielt nach ihrem IT-Nachwuchs. Entweder gehen Personalverantwortliche aus den Unternehmen direkt auf die Suche. Oder sie lassen Personalberatungen für sich suchen.

Wenn Du ein Profil angelegt hast, kannst Du von beiden Seiten Anfragen erhalten. Dabei gibt es ein paar wichtige Unterschiede. Damit Du besser entscheiden kannst, für wen Du Dein Profil freigibst, haben wir die jeweiligen Besonderheiten für Dich zusammengefasst:

Kontaktanfrage eines Unternehmens

Eine interne Person aus der Personalabteilung eines Unternehmens stellt Dir eine Anfrage, damit Du Dein Profil freigibst, oder macht Dir ein Jobangebot.

  • Du stehst in direktem Kontakt zu Deinem möglichen Arbeitgebenden.
  • Deine Ansprechpartner:in arbeitet im Unternehmen und ist für Personalentscheidungen (mit)verantwortlich.
  • Du erhältst Informationen aus erster Hand. Alle Fragen zum Unternehmen, zu Deinen Einstiegsmöglichkeiten, den eingesetzten Technologien usw. können direkt beantwortet werden.
  • Du umgehst den "Bewerbungsstapel", denn das Unternehmen hat den ersten Schritt gemacht. Eine Einstellungsgarantie ist das jedoch nicht.

Der IT-Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv für Informatiker:innen. Rund 137.000 Stellen sind unbesetzt und für manche Stellen benötigen Firmen rund sieben Monate, um passenden Bewerber:innen für eine IT-Stelle zu finden. Aus diesem Grund greifen einige Unternehmen vermehrt auf professionelle Personalberatungen zurück, die sie beim Einstellungsprozess unterstützen. Häufig handelt es sich bei den Stellen um Führungspositionen, aber auch immer mehr Absolvent:innen und Berufseinsteiger:innen werden gezielt gesucht.

Grafik über Vakanzdauer von IT-Stellen.

Quelle: Statista.com redaktionell bearbeitet von get in IT

Kontaktanfrage einer Personalberatung

Eine Person aus einer Personalberatung stellt Dir im Namen eines Unternehmens eine Anfrage oder macht Dir ein Jobangebot.

  • Du hast eine externe Person als Ansprechpartner:in, die Dich während der Bewerbungsphase begleitet.
  • Bis zu 70 % der Stellen werden nicht öffentlich ausgeschrieben. Personalberater:innen kennen den sogenannten "verdeckten Arbeitsmarkt" und wissen, wen die Unternehmen suchen.
  • Personalberater:innen haben oft gute Kontakte und einen Einblick in den Entscheidungsprozess der Unternehmen. Sie wissen, welche Kriterien den Unternehmen bei den Bewerber:innen wichtig sind und haben den ein oder anderen hilfreichen Tipp für das Bewerbungsgespräch.
  • Du erfährst nicht immer sofort, für welches Unternehmen die Personalberatung arbeitet. Dir wird eine Anfrage im Namen einer Kund:in gestellt. Wer das ist, wird Dir oft erst im persönlichen Gespräch mitgeteilt. Ggf. kommst Du auch für mehrere Positionen in Frage.
  • Der Bewerbungsprozess kann sich in die Länge ziehen, weil die Personalberatung auf die Rückmeldung des Unternehmens warten muss.
  • Auch wenn Personalberater:innen im engen Austausch mit den Fachabteilungen und Personalentscheidenden stehen, ist eine Einladung zum Vorstellungsgespräch nicht garantiert.

Der Kontakt zu Unternehmen und Personalberatungen hat jeweils seine Vor- und Nachteile. Wie Du reagierst, solltest Du in erster Linie davon abhängig machen, ob das Angebot für Dich spannend ist.

Die Chancen stehen gut, dass Du auf diesem Weg Deinen IT-Job findest. Vielleicht ist es eine Position, auf die Du Dich nie aktiv beworben hättest – die aber perfekt zu Dir passt.