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Tobias Richter, Industrie-4.0-Produktionstechnologe

Tobias Richter

"Nexeed MSS steht für Maintenance Support System. Es ist eine Industrie-4.0-Lösung, die die Arbeit unserer Instandhalter erleichtert."

Von Tobias Richter

 

 

Industrie-4.0-Produktionstechnologe – ein sperriger Titel für jemanden, dessen Aufgabe die Vereinfachung ist: Tobias Richter macht seinen Bosch-Kollegen die Arbeit leichter. Und das funktioniert so.

Herr Richter, wie sieht Ihr Arbeitsalltag in der Produktion aus?

Ich leite ein mehrköpfiges Team und bin unter anderem für alle Industrie-4.0-Themen im Werk zuständig, die mit der Instandhaltung zu tun haben. Das Wichtigste an unserer Arbeit ist, in übergreifenden Systemen zu denken und nicht in Abteilungen. Gemeinsam überlege ich mit Kollegen aus der Instandhaltung, wie wir verschiedene Prozesse im Werk durch die Möglichkeiten der Digitalisierung noch besser machen können. Ich vermittle also die richtige Technik an die richtigen Leute und kümmere mich um die Umsetzung im Werk.

Sie arbeiten mit dem „Nexeed MSS“. Was genau ist das?

Nexeed MSS steht für Maintenance Support System. Es ist eine Industrie-4.0-Lösung, die die Arbeit unserer Instandhalter erleichtert. Bosch hat es selbst entwickelt. Früher mussten die Kollegen bei ihrer Arbeit sehr viel laufen: zuerst zur Werkstatt, um einen Reparaturauftrag anzunehmen, zur defekten Maschine, um sich den Schaden anzuschauen, ins Lager, um das Ersatzteil zu holen, und dann noch in die Werkstatt, um die Handbücher zu sichten. Durch das Nexeed MSS verkürzen sich die Wege. Bei bis zu 80 000 Maschinenstörungen, die jährlich in einem großen Werk auftreten, lohnt sich das definitiv.

Wie funktioniert das Nexeed MSS in der Praxis?

Wenn zum Beispiel der Sensor einer Maschine ausfällt, fotografiert der Mitarbeiter aus der Fertigung einfach das defekte Teil mit einem Tablet-Computer und schickt das Bild zusammen mit der Störmeldung an den Instandhalter. Der kann gleich das richtige Ersatzteil aus dem Lager mitbringen und spart sich dadurch zwei Wege, was in großen Werken schon mal bis zu 10 Minuten weniger Zeitaufwand bedeutet. Braucht der Kollege für die Instandhaltung noch eine Information aus dem Maschinenhandbuch, muss er dazu nicht erst zum Aktenschrank laufen, sondern scannt den QR-Code an der Maschine und ruft das Handbuch über ein Tablet auf.

Was macht ein Digitalexperte wie Sie nach Feierabend?

Auch zu Hause nutze ich Tablets und Smartphones ausgiebig und baue ab und zu eigene Rechner zusammen. Zum Ausgleich lese ich historische Romane, renoviere unser Haus oder reise im Winter mit meiner Frau in die Berge zum Skifahren. Auch sonst treibe ich gern Sport, gehe laufen oder mache Krafttraining. Früher habe ich sehr intensiv Handball gespielt und war mit meinem Zwillingsbruder in einer Mannschaft. Der arbeitet heute übrigens im gleichen Bosch-Werk wie ich, im Bereich Robotik.

Braucht Bosch künftig mehr Software-Experten in der Fertigung?

Wir werden zunehmend Experten brauchen, die sich mit den digitalen Aspekten der Fertigung auskennen. Bosch kümmert sich schon jetzt um die Ausbildung dieser Fachkräfte. Bei uns im Werk versuchen wir den Azubis das Thema durch konkrete Anwendungsbeispiele nahezubringen. Außerdem gibt es Möglichkeiten zur Weiterbildung. Meine Erfahrung ist: Bei der Digitalisierung kommt es nicht aufs Alter an, sondern auf die innere Einstellung.

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