Unternehmen suchen nach Dir. LASS DICH JETZT FINDEN!
 

Welche IT-Zertifikate bringen was?

Dein Überblick über die wichtigsten IT-Zertifizierungen

Von Bylle Bauer

 

 

In Deutschland kannst Du hunderte von IT-Zertifikaten machen, aber nicht alle haben dieselbe Relevanz. Es kommt stark auf Deinen beruflichen Kontext an, ob Du Zertifikate brauchst – und welche. Manche sind wichtig, etwa damit Du nachweisen kannst, dass Du die in einem Unternehmen eingesetzten Technologien beherrschst oder Dir zum Beispiel schon gewisse Sporen im Projektmanagement verdient hast. Einige Unternehmen setzen Zertifikate bei der Einstellung voraus, viele investieren in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter:innen und geben ihnen im Job die Möglichkeit, Zertifizierungen zu erwerben. Die Nachweise spielen also nicht nur am Anfang Deiner Karriere, sondern über Deine gesamte Berufslaufbahn hinweg eine Rolle.

Doch bei dem riesigen Angebot an IT- Zertifikaten ist es nicht leicht, den Durchblick zu kriegen: Welche sind nützlich? Wir haben uns für Dich durch das Dickicht der IT-Zertifizierungen gebahnt. Vorab klären wir noch ein paar grundsätzliche Fragen.

Warum IT-Zertifikate?

Anders als Hochschulnoten beziehen sich Zertifikate konkret auf spezielle Fach-, Methoden- oder Produktkenntnisse. Diese sind für Unternehmen in der Regel wichtiger als ein guter Notendurchschnitt an der Uni, weil sie objektiv vergleichbare Kriterien für die eingesetzten Verfahren und Technologien liefern. Einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2018 zufolge haben fast alle Unternehmen verstanden, dass sie nur wettbewerbsfähig bleiben können, wenn sie ihre Mitarbeiter weiterbilden. Die Aktualisierung Deines Wissens, z.B. durch Zertifizierungen, wird also während Deiner gesamten Berufslaufbahn eine Rolle spielen. Dabei solltest Du nicht vergessen, dass Zertifikate ein guter formaler Nachweis für theoretisches Knowhow sind, aber kein Ersatz für praktische Erfahrung, Talent und Commitment.

Welche Arten von Zertifikaten gibt es?

Die meisten Zertifikate sind an die Hersteller häufig eingesetzter IT-Systeme gebunden, die laufend weiterentwickelt werden. Hier sind Apple und Microsoft groß im Rennen, aber auch SAP, Cisco, IBM oder Oracle. Außerdem gibt es unabhängige IT-Zertifikate wie die des nationalen Branchenverbandes CompTIA, des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), des Project Management Institutes (PMI) oder die des International Software Testing Qualification Boards (ISTQB). Hier erlernst Du weltweit anerkannte Methoden. Beiden Arten gemeinsam ist, dass sie standardisiert sind. Ob in Deutschland, Bangladesh oder Kanada aus: Alle machen den gleichen Test, und die Ergebnisse können international miteinander verglichen werden.

Was kosten IT-Zertifikate?

Auch wenn es kostenlose IT-Zertifikate gibt, sind die meisten nicht gerade günstig. Microsoft-Zertifikate kosten zum Beispiel 165 € pro Stück, ein TOGAF-Kurs inkl. Zertifizierung bis zu 2.000 €. Wenn Du dazu professionell gecoacht wirst, bist Du schnell das Doppelte los. Aber keine Sorge: Wenn das Zertifikat unmittelbar relevant für Deinen Job ist, übernimmt Dein Arbeitgeber in der Regel die Kosten. Bist Du noch im Studium, hör Dich am besten mal um, ob Deine Hochschule mit einem Anbieter von Zertifikaten zusammenarbeit. So kannst Du manchmal vergünstigte oder kostenlose IT-Zertifikate während dem Studium erhalten. Investiere aber nur dann Zeit und ggf. auch Geld, wenn Du Dir sicher bist, dass diese Skills relevant für Deinen zukünftigen Job sind. Bist Du noch in der Phase der Berufsorientierung, ist es nicht sinnvoll, random Zertifikate und Zusatzseminare zu "sammeln". Wenn Du arbeitssuchend bist und die Weiterbildung Deine Karrierechancen verbessert, werden die Kosten dafür übernommen. Die Bundesagentur für Arbeit schreibt außerdem Bildungsgutscheine aus.

Was musst Du beachten?

Zertifikate sind nicht für die Ewigkeit. Weil Technologien sich rasend schnell weiterentwickeln und auch die Methoden immer wieder an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst werden müssen, verlieren Nachweise über aktuelle Kenntnisse mit der Zeit logischerweise an Wert. Deshalb solltest Du darauf achten, welche Zertifikate eine Rezertifizierung erfordern. Diese muss innerhalb einer bestimmten Frist erledigt werden, sonst verfällt die Gültigkeit. Für die Anbieter ist es wiederum ein lohnendes Geschäftsmodell, dass die Zertifikate regelmäßig aktualisiert werden müssen. Bevor Du hier privat investierst, informiere Dich also gut, ob Du Unterstützung durch Deinen Arbeitgeber bekommen kannst. Wenn das nicht der Fall ist, solltest Du Dich fragen, ob das Zertifikat für Deinen Job tatsächlich kriegsentscheidend ist.

Welche gefragten IT-Zertifikate sind für welche Berufe sinnvoll?

Ob als Einstiegskarte für Absolventen oder während Deiner Berufslaufbahn: Bestimmte Kenntnisnachweise können von Vorteil für Dich sein. Schauen wir uns die wichtigsten Zertifikate in der IT-Arbeitswelt an.

Agile Zertifikate

Es gibt mehrere Anbieter, bei denen Du einen Nachweis darüber erbringen kannst, dass Du die agile Arbeitsweise Scrum verinnerlicht hast. Global gesehen sind vor allem zwei Organisationen – ScrumAlliance und Scrum.Org – von Bedeutung. Während Du bei den Zertifikaten von ScrumAlliance regelmäßig eine Rezertifizierung machen musst, verlieren die von Scrum.org nie ihre Gültigkeit. Deshalb sind sie hierzulande auch beliebter. Daneben gibt es weitere Anbieter wie Scrum Inc., APMG (agile Project Management Certification), EXIN oder den TÜV Süd, bei denen Du die häufigsten Zertifikate ebenfalls erhalten kannst:

Scrum Master

Hier stellst Du Dein Basiswissen über die agile Arbeitsweise, das Framework, die Events, Regeln und Säulen des Scrum unter Beweis. Die Zertifizierung eignet sich nicht nur für angehende Scrum Master (als fest definierte Rolle im Scrum Framework), sondern für alle im Development Team, da hier alle Basics vermittelt werden.

Product Owner

Bei dem Product Owner-Zertifikat dreht es sich vorwiegend um die Priorisierung von Produkteigenschaften entlang der Kundenbedürfnisse. Wie Du diese verstehst, lernst Du in einem intensiven theoretischen Training, innerhalb dessen Du Dich zum agilen IT-Produktmanager entwickeln kannst.

Es hilft allerdings wenig, wenn Du der einzige Scrum Master oder Product Owner im Team bist – und sich niemand sonst am agilen Vorgehensmodell orientiert. Das Mindset Deines Arbeitgebers spielt eine zentrale Rolle und ist letztlich entscheidend, ob Agilität wirklich gelebt wird – oder nur auf einem schönen Zertifikat abgedruckt ist.

Agile Coach

Hier lernst Du die Regeln der Kunst des agilen Projektmanagements und wie man diese durch Coaching vermittelt. Dabei geht es einerseits um Methodenkenntnisse, andererseits darum, alle Beteiligten auf die agile Arbeitsweise einzustellen.
Experten für IT-Sicherheit sind gefragt. Dementsprechend hast Du in so gut wie allen Branchen die Chance als IT-Sicherheitsberater Fuß zu fassen. Gerade Banken, Behörden oder Großunternehmen verwalten riesige Mengen hochsensibler Daten.Diese gilt es zu schützen. Während Du bei größeren Unternehmen und Institutionen die Chance hast, dich auf ein bestimmtes Gebiet der IT-Sicherheit zu spezialisieren, agierst Du in mittelständischen oder kleineren Unternehmen eher als Generalist.

Zertifikate für Entwickler und Architekten

Microsoft MCSD (Microsoft Certified Solutions Developer)

Mit diesem Zertifikat beweist Du, dass Du die aktuellen Programmiersprachen und Tools aus dem Hause Microsoft beherrschst. Deshalb kommt es in denjenigen Unternehmen gut an, die MS-Techs einsetzen. Voraussetzung ist das MCSA-Zertifikat.

Microsoft MCSD: App Builder

Eine solider Zusatz für Anwendungsentwickler ist das MCSD-Zertifikat, mit dem Du Deine theoretischen Kenntnisse über die Entwicklung moderner Webanwendungen nachweisen kannst. Azure, C#/.NET, HTML5 und SharePoint sind hier Schlüsseltechnologien.

iSAQB Certified Professional for Software Architecture (CISA Zertifikat)

Nach diesem Crash-Kurs auf Foundation Level bist Du in der Lage, mithilfe einschlägiger Tools eigenständig eine Systemarchitektur zu erstellen, zu dokumentieren, zu sichern und zu bewerten. Auf dem Advanced Level kannst Du zahlreiche Zusatzmodule belegen und Dich so zum Experten für Deine Lieblingsthemen ausbilden lassen.

The Open Group TOGAF

TOGAF ist das Open Group Architecture Framework, das in tausenden Unternehmen bereits State-of-the-Art ist. Du lernst, wie man mit dem Framework die IT-Architektur optimieren und gleichzeitig die Produktivität steigern sowie Verfügbarkeit und Sicherheit bedeutend verbessern kann.
Experten für IT-Sicherheit sind gefragt. Dementsprechend hast Du in so gut wie allen Branchen die Chance als IT-Sicherheitsberater Fuß zu fassen. Gerade Banken, Behörden oder Großunternehmen verwalten riesige Mengen hochsensibler Daten.Diese gilt es zu schützen. Während Du bei größeren Unternehmen und Institutionen die Chance hast, dich auf ein bestimmtes Gebiet der IT-Sicherheit zu spezialisieren, agierst Du in mittelständischen oder kleineren Unternehmen eher als Generalist.

ITIL: Zertifikate für mehrere IT-Berufsgruppen

Bei den Anforderungen in einer Stellenanzeige bist Du vielleicht schon über die “ITIL-Zertifizierung” gestolpert. Wenn Du Wirtschaftsinformatik studierst, kennst Du die IT Infrastructure Library sicherlich schon. Sie ist eine von der Central Computing and Telecommunications Agency (CCTA) entwickelte Sammlung von Best Practices für das IT Service Management, das eine bestmögliche Unterstützung von Geschäftsprozessen durch die IT-Infrastruktur anstrebt.

Kenntnisse darüber sind in IT-Berufen grundsätzlich von Vorteil, weil sie den Gesamtzusammenhang zwischen IT-Landschaft und Unternehmenserfolg betreffen. Oft werden ITIL-Nachweise von IT-Projektmanagern oder IT-Beratern erwartet. Viele Unternehmen geben ITIL-Kenntnisse als Must-have an, bei anderen gilt es als Plus oder wird als Weiterbildungsmaßnahme angeboten.

ITIL Foundation

Bei diesem Basis-Zertifikat liegt der Schwerpunkt auf dem Service-Management und -Verständnis in all seinen Facetten. Außerdem stehen Business-Werte sowie Funktionen, Prozesse und Rollen von ITIL auf dem Stundenplan.
Um der Lage Herr zu werden, entwickelst Du als IT-Security Consultant eine umfassende Sicherheitsstrategie. Einerseits ist es Deine Aufgabe die IT-Systeme auf technischem Wege vor Angriffen zu schützen, andererseits das Sicherheitsbewusstsein des Unternehmens zu schärfen, indem Du beispielsweise Mitarbeiter in sicherer Kommunikation schulst. Du erstellst in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern eine Bedarfsanalyse, führst Tests zur Überprüfung der Sicherheit durch, implementierst IT-Security-Lösungen und reagierst sofort auf aktuelle Ereignisse, wie Hackerangriffe oder Datenverluste.

Von hier aus geht es weiter mit zwei Zertifizierungswegen auf mittlerem Fortgeschrittenen-Level: Dem Lifecycle Stream – umfasst 5 Module zum Service-Lebenszyklus – und dem Capability Stream – mit 4 Modulen zur Befähigung von Release, Planung und Optimierung bis zum Support. Diese Zertifikate machst Du, wenn Du schon ein paar Jährchen als IT-Profi unterwegs bist.

Als nächstes steht die Zwischenebene “Managing across the Lifecycle” (MALC) an. Da geht es nochmal um alles Erlernte plus Management-Themen wie die Planung und Einführung von IT-Services, Wissens- und Risikomanagement oder Mitarbeitermotivation und -steuerung. Nach dem ITIL Expert ist die höchste Zertifizierungsebene der ITIL Master.

IT-Security Zertifizierung für Spezialisten

Cyber Security Practitioner

Bei dieser vom BSI entwickelten Zertifizierung bekommst Du als angehender IT-Security-Consultant eine umfangreiche Einführung in wesentliche Aspekte der IT-Sicherheit anhand des anerkannten “Cyber-Sicherheits-Check”.

CompTIA Security+

Durch dieses Zertifikat weist Du Deine Grundkenntnisse in Cybersicherheit nach. Mit hohem Praxisfokus erlernst Du Bedrohungs- und Risikomanagement und -minimierung sowie Auditing/Penetration Testing.

CEH (EC-Council Certified Ethical Hacker)

Bei dieser Zertifizierung wird auf vielfältige Weise simuliert, wie eine Cyberattacke in einem Unternehmensnetzwerk ablaufen würde. Dabei kommen reale Hacking-Methoden zum Einsatz. Du lernst Penetration Testing und Scanning, Sniffing, Social Engineering, Session Hijacking und viele weitere spannende Aspekte der IT-Security kennen.

CompTIA CySA+

Beim Cybersecurity Analyst führst Du Verhaltensanalysen auf Netzwerken und Geräten durch. Du lernst, wie Du durch kontinuierliche Sicherheitsüberwachung Cybersecurity-Bedrohungen erkennst, bekämpfst und verhinderst.

CompTIA PenTest+

Hier kommst Du mit den aktuellsten Penetration Tests in Berührung. Außerdem eignest Du Dir Management-Fähigkeiten an, um Schwachstellen zu planen, zu erfassen und zu verwalten.

CompTIA CASP+ Advanced Security Practitioner

Diese sehr praxisorientierte Weiterbildung ist etwas für Security-Spezialisten, die noch hands-on tätig sind. Du lernst, wie Du Lösungen im Rahmen der Cybersecurity-Richtlinien und -Frameworks entwickelst und umsetzt.

Certified Information Systems Auditor (CISA Zertifikat)

Das Zertifikat wird vergeben durch die Information Systems Audit and Control Association (ISACA) und gilt als sehr anspruchsvoll. Daher werden fünf Jahre Berufserfahrung im IT-Auditing vorausgesetzt. Daneben wird Dein Expertenwissen zu Themen wie Governance, Business Continuity Management und der Entwicklung von Informationssystemen abgefragt.

(ISC)2 CISSP

Diese Zertifizierung gehört zu den höchsten im IT-Security-Bereich, und sie zu erreichen ist nicht ganz einfach. Neben technischen Skills bei der Gestaltung, Implementierung und Administration der Informationssicherheit trainierst Du auch das Management von Sicherheitsfragen.

(ISC)2 CCSP

Hier ist Cloud Security Dein Thema. Du brauchst ein CISSP-Zertifikat und skillst Dich mächtig up in Datenschutz, Compliance, Access Management und der Sicherheit der Cloud-Infrastruktur.

Certified Information Security Manager (CISM)

Der Vollständigkeit halber noch diese Zertifizierung, die eigentlich auf erfahrene Führungskräfte zugeschnitten ist. Hier geht es ums Management von IT-Security-Konzepten, deren Planung, Umsetzung und Steuerung.

Gefragte Zertifikate für Projektmanager

GPM

Viele Hochschulen bieten das Einsteiger-Zertifikat für angehende IT-Projektmanager an, das von der Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) in Zusammenarbeit mit der International Project Management Association (IPMA) entwickelt wurde. Hier lädst Du Dich mit fundiertem Basiswissen auf.

PRINCE2 Foundation, Practitioner (Agile) und Professional

Diese Zertifikate wurden bereits an mehr als eine Million Projektmanager weltweit ausgeschrieben und gehören zu den beliebtesten der Branche. Du erlernst von A bis Z, wie man ein Projekt erfolgreich durchführt, Zeit- und Budgetplanung wuppt und von Foundation bis Professional ins nächste Projektmanagement-Level aufsteigt.

PMI Certified Associate in Project Management (CAPM)

Das Zertifikat ist eine super Basis für Deine Laufbahn als Projektmanager, denn damit eignest Du Dir Grundkenntnisse über den Projektlebenszyklus, das Stakeholdermanagement, die Projekt-Organisation uvm. an und folgst den weltweiten PMI-Standards.

PMI Project Management Professional (PMP)

Bei dieser eher für fortgeschrittene PMs geeigneten Zertifizierung eröffnet sich Dir der ganze “Project Management Body of Knowledge” (PMBoK): In dem PMI-Standard werden Projekte anhand von Evaluierungsmethoden optimiert.

Lean Six Sigma

Die IT-Zertifizierungen im Bereich der Prozessoptimierung spielen im modernen PM eine wichtige Rolle. Zuerst machst Du den sogenannten Green Belt, in dem Du die Methoden zur Effizienzsteigerung kennenlernst. Die nächste Stufe – der Black Belt – ist für erfahrene Projektmanager in herausgehobener Rolle und geht noch stärker in die Tiefe.
Experten für IT-Sicherheit sind gefragt. Dementsprechend hast Du in so gut wie allen Branchen die Chance als IT-Sicherheitsberater Fuß zu fassen. Gerade Banken, Behörden oder Großunternehmen verwalten riesige Mengen hochsensibler Daten.Diese gilt es zu schützen. Während Du bei größeren Unternehmen und Institutionen die Chance hast, dich auf ein bestimmtes Gebiet der IT-Sicherheit zu spezialisieren, agierst Du in mittelständischen oder kleineren Unternehmen eher als Generalist.

Wichtige IT-Zertifikate für SAP-Spezialisten

Die schlichte Abkürzung für "Systeme, Anwendungen, Produkte" steht für einen der wenigen internationalen Softwaregiganten aus Deutschland. Mit Sicherheit ist SAP Dir im Studium schon begegnet und Du weißt, welchen bedeutenden Platz die Technologien für Geschäftsprozessabwicklung in der Unternehmenslandschaft einnehmen. SAP-Spezialisten werden auf dem Arbeitsmarkt fast überall gesucht. Oft wird in den Stellenausschreibungen zumindest in den "Nice-to-haves" eine Zertifizierung gewünscht.

Auf der einen Seite gibt es für jedes Modul, d.h .für jeden Einsatzbereich in der Wertschöpfungskette Zertifikate für SAP-Anwender:

  • Foundation Level (FL)

  • Hauptbuchhaltung (FI-GL)

  • Kreditorenbuchhaltung (FI-AR)

  • Debitorenbuchhaltung (FI-AP)

  • Materialwirtschaft (MM)

  • Warehouse Management (WM)

  • Sales & Distribution (SD)

  • Production Planning (PP)

  • Kostenstellen und Innenaufträge (CO-OM)

  • Human Resource (HR)

Auf der anderen Seite gibt es spezielle SAP-Zertifikate für IT-Berater:

  • SAP Certified Application Associate:
    Hier lernst Du, wie sich die Standardsoftware customizen und Parametrisierung auf die vom Unternehmen benötigten Funktionen reduzieren lässt.

  • SAP Certified Development Associate:
    In dieser Zertifizierung stellst Du unter Beweis, dass Du die Grundlagen der ABAP-Programmierung verstehst und mit NetWeaver umgehen kannst.

  • SAP Certified Technology Associate:
    Diese Weiterbildungen sind auf die jeweiligen Module zugeschnitten. Du erlernst die jeweiligen Grundlagen der Installation und Administration.

Egal, bei welchem Arbeitgeber Du starten willst: Wenn dort ein SAP-System eingesetzt wird, kannst Du Dich in einem Crashkurs mit dem TERP-10-Zertifikat (Training Enterprise Resource Planning in 10 Days) optimal aufstellen. Hier entwickelst Du den Blick für die Steuerung der unternehmerischen und betrieblichen Abläufe mit SAP-Software und lernst ABAP, die SAP-Programmiersprache, in den Grundzügen kennen.

Zertifikate für Softwaretester und Qualitätsmanager

Softwaretester und Qualitätsmanager sind keine geschützten Berufsbezeichnungen, jeder kann sich so nennen. Um sicherzugehen, dass potenzielle neue Mitarbeiter sich sprachlich, technisch und fachlich auf derselben Ebene bewegen wie das bestehende Testing-Team, fordern viele Unternehmen einen Nachweis als “Certified Tester” an.

ISTQB Certified Tester

Diese Qualifizierung wurde vom International Software Testing Qualifications Board (ISTQB) entwickelt. Sie ist weltweit anerkannt und auf drei Levels absolvierbar: Foundation, Advanced und Expert.

GTB Certified Tester

Das German Testing Board ist das nationale Äquivalent zum ISTQB und arbeitet eng mit diesem zusammen, wenn es die Lerninhalte in die deutsche Sprache bringt. An vielen Hochschulen kannst Du dieses Zertifikat kostenlos machen.

QAMP: Quality Assurance Management Professional

Das produktunabhängige Power-Testing-Zertifikat folgt anerkannten Standards und setzt voraus, dass Du schon etwa zwei Jahre in dem Job unterwegs bist. Es fasst die ISTQB-Zertifikate auf Foundation und Advanced Level mit dem IREB-Zertifikat “Certified Professional for Requirements Engineering” zusammen.
Als IT-Sicherheitsberater ist es Deine Aufgabe, wertvolle Daten Deines Unternehmens und seiner Kunden zu schützen. Als unternehmensinterner Mitarbeiter oder externer Dienstleister stellst Du Dich digitalen Gefahren wie Viren, Cybervandalismus, also dem Löschen oder Verändern von Dateien, oder Wirtschaftsspionage. Gerade in Zeiten, in denen Unternehmen mobile Endgeräte und Cloud-Lösungen intensiv nutzen, wird das Schützen großer Datenmengen, die jederzeit abgerufen werden können und müssen, immer komplexer und kritischer.

Grundausstattung vs. Spezialwissen

Wir könnten diese Liste noch ewig fortführen, denn es gibt zahlreiche weitere Zertifikate, die je nach Deiner Spezialisierung eine Rolle spielen können, zum Beispiel aus den Häusern IBM, Adobe, Citrix, Cisco, VMWare oder Amazon Web Services. Du kannst Dein Expertenwissen in MySQL, Oracle, PHP Zend oder Cloudera unter Beweis stellen oder Dich zum Spezialisten für Prozessmanagement, Requirements Engineering oder Medizininformatik zertifizieren lassen. Unsere Auswahl basiert jedoch auf den gängigsten und am meisten nachgefragten Zertifikaten, die Dich unabhängig von einer späteren Spezialistenlaufbahn ordentlich aufstellen. Informiere Dich in jedem Fall bei Deinem Arbeitgeber – oder dem Unternehmen, bei dem Du Dich bewerben möchtest – über Möglichkeiten zur Weiterbildung und Zertifizierung. Dadurch sparst Du nicht nur Geld, sondern hast außerdem die Gewissheit, Deine Zeit sinnvoll zu investieren und relevantes Knowhow aufzubauen.

Nachweise darüber straffen nicht nur Deine Expertise zu einem Thema, sondern öffnen Dir auf Deinem weiteren Berufsweg so manche Tür.

tl;dr:
  • In manchen IT-Berufen wie Administrator, IT-Projektmanager oder Tester sind Zertifikate oft Voraussetzung für die Bewerbung – oder werden vom Unternehmen selbst im Rahmen von internen Weiterbildungsprogrammen angeboten.
  • Dabei geht es den Unternehmen darum, in einem Markt ohne geschützte Berufsbezeichnungen Standardwissen und Experten-Knowhow zu Technologien oder Methoden aufzubauen, die in der betreffenden Branche wichtig sind.
  • Wenn Du die Chance hast, ein Zertifikat zu machen, das Dich weiterbringt, ergreif sie beim Schopfe!
 

Arbeitgeber bewerben sich bei Dir!
Ganz einfach:

Anonymes Profil anlegen
! Unternehmens- anfragen erhalten
C V Kontaktdaten freigeben & durchstarten!

Arbeitgeber bewerben sich bei Dir!
So funktioniert's:

Anonymes Profil anlegen
! Unternehmens- anfragen erhalten
C V Kontaktdaten freigeben & durchstarten!
Es ist kostenlos
Kostenlos registrieren