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Flexible Teams: Deep Dive mit Walter Deinzer

Scrum Quickies befeuern die Softwareentwicklung bei DATEV

Von Bylle Bauer

 

 

Durch Scrum, Fullstack und die Abkehr von Code Ownership identifizieren wir uns weniger mit dem Produkt und mehr mit dem Team. Das gibt uns eine neue Freiheit. – Walter Deinzer

Mit einem Special zum Thema Softwareentwicklung fand am 22. September 2021 das Virtual Job Event von get in IT statt. Im Rahmen des job I/O-Programms berichteten Expert:innen aus der IT-Branche von ihren Erfahrungen aus der Praxis und gaben Tipps für Deinen Jobeinstieg. Im Live-Chat beantworteten die Speaker:innen Deine Fragen.

Mit dabei war Walter Deinzer mit seiner Live-Session zum Thema flexible Teams. Er stellte seinen Arbeitgeber DATEV eG vor und erklärte, wie das Unternehmen den agil arbeitenden Flex-Pool aufbaute, in dem Entwickler:innen, POs und Scrum Master mit jedem neuen Projekt ihr technologisches Spektrum erweitern.

Du hast das Live Event verpasst? Kein Problem! Schau Dir den Deep Dive von Walter hier einfach gemütlich an.

Hier siehst Du die Session der job I/O in voller Länge:

Sehr kompetente Mitarbeitende, die oft über Jahre ihre Kenntnisse erworben und vertieft haben, sind der Motor, der DATEV bis heute erfolgreich macht. Kurzfristig umzusetzende gesetzliche Anforderungen, technologischer Wandel und der laufende Portfoliowandel hin zu online-Technologien haben es erforderlich gemacht, zusätzlich auf flexibel einsetzbare Teams ohne code ownership und Betriebsverantwortung zu setzen.

Was als "geschütztes Experiment" begann ist mittlerweile ein etablierter Arbeitsmodus und hat auch einige unerwartete Ergebnisse hervorgebracht.

Speaker

Walter Deinzer, Diplom-Kaufmann mit lebenslanger Affinität zu Softwareentwicklung und Technologie. Nach dem Studium in unterschiedlichen Unternehmen stets irgendwo an der Schnittstelle zwischen Kunde, IT und den betriebswirtschaftlichen Bereichen. Seit 2000 bei DATEV in verschiedenen Führungsfunktionen. Mehr als 10 Jahre Produktverantwortung im Entwicklungsbereich und aktuell Teil des Führungsteams im FlexPool der DATEV.

Unternehmen

DATEV steht für „Datenverarbeitung“ und ist eine aus mehr als 40.000 Mitgliedern bestehende Genossenschaft (eG), bei der mehr als 8.400 Mitarbeitende beschäftigt sind. Das Unternehmen DATEV besteht seit 1966 und umfasst die Zentrale in Nürnberg und 25 Niederlassungen bundesweit. Die DATEV eG ist das Softwarehaus und der IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte sowie deren Mandanten.
Experten für IT-Sicherheit sind gefragt. Dementsprechend hast Du in so gut wie allen Branchen die Chance als IT-Sicherheitsberater Fuß zu fassen. Gerade Banken, Behörden oder Großunternehmen verwalten riesige Mengen hochsensibler Daten.Diese gilt es zu schützen. Während Du bei größeren Unternehmen und Institutionen die Chance hast, dich auf ein bestimmtes Gebiet der IT-Sicherheit zu spezialisieren, agierst Du in mittelständischen oder kleineren Unternehmen eher als Generalist.

Expertise verpflichtet: Die Ausgangslage bei DATEV

Um die betriebswirtschaftliche Spezialsoftware zu bauen, sind bei DATEV waschechte Expert:innen am Werk. Weil die Anwendungen sehr komplex sind, hat jede:r von ihnen ein besonderes Knowhow entwickelt – manche kennen sich tief im Bereich Gehalt aus, andere mit dem Öffentlichen Dienst, wieder andere bearbeiten vor allem die technischen Themen. Gerade im Bereich der Gesetzesänderungen oder bei Security-Issues muss die Anpassung der Software schnell geschehen. Zum Glück gibt es bei DATEV Profis, die ein tiefes Wissen zu kritischen Softwarebereichen besitzen. Aber ist das wirklich immer so ein Glück?

Im kalten Wasser lernt man Scrummen

Nun, all das Expertentum und die hohe Spezialisierung hatten auch Schattenseiten. Denn es kam zum Beispiel selten vor, dass die Inselprofis technologisch ihre Komfortzone verließen – auch wenn andere Sprachen oder Lösungswege vielleicht hier und da nicht nur moderner, sondern auch einfacher und effizienter gewesen wären. Technologiesprünge konnte DATEV so nicht mitmachen. Außerdem können Code Ownership und die alleinige Zuständigkeit einer Person für ein Thema zu Problemen führen, etwa wenn diese verreist oder krank ist. Es ist generell schwer, all das implizite Wissen in Gänze weiterzugeben. Den Expert:innen wiederum wurde die Chance genommen, sich weiterzuentwickeln. Kurz: Die Art der Softwareentwicklung entsprach nicht der agilen Arbeitsweise, die aber gerade für komplexe Softwareprojekte perfekt geeignet ist.

Grund genug für DATEV, ein Wagnis einzugehen: Im Flex-Pool läuft die Entwicklung komplett anders.

Am Anfang ihrer Reise wurden die Flex-Teams intensiv von zwei Learning-Coaches begleitet, vor allem auch bei der Ausarbeitung der optimalen Methode für DATEV. Walter erinnert sich: 

Die Selbstorganisation mussten wir ebenso erlernen wie das Lernen selbst. – Walter Deinzer

Die Rahmenbedingungen

Die selbstorganisierte Arbeit war jedoch ebenso wie die Weitergabe von Wissen eine Grundbedingung für die Mitarbeit in den Flex-Pool-Teams. In der kommenden Zeit probierten sie Vorschläge wie Slack-Time, Konferenzen, No-Go-Listen, aber auch die “Bier-nach-vier”-Initiative aus und entwickeln die Methoden seither so weiter, wie es ihnen zupass kommt. Dabei bewegt sich DATEV hauptsächlich im Rahmen von Java und vor allem Spring und Spring Boot, aber ist hier auch recht offen. Was sonst so zum Einsatz kommt, entscheiden die Teams sowieso je nach Projekt selbst.

Über einen Zeitraum von drei Monaten arbeiten die Devs in Teams zwischen 3 und 6 Personen plus PO und Scrum Master zusammen an einem Thema. “Da heißt es jedes Mal: wieder einarbeiten, wieder von neuem beginnen, wieder mit den Technologien auseinandersetzen, wieder erkennen, wo es denn eigentlich hingeht” erklärt Walter.

Alle arbeiten Fullstack und testen selbst, keiner hütet Expertenwissen. Programmiert wird meist im Mob, Code Ownership gibt es nicht mehr. Nach zweiwöchigen Sprints sprechen die Teams sich mit den Auftraggebern ab und planen den nächsten Zyklus.

Bei DATEV trifft man nun beides an: Waschechte Expert:innen für ein bestimmtes Thema und breit aufgestellte Scrum Teams. Mal sind die einen besser in der Lage ein Problem zu lösen, mal die anderen. Der Flex-Pool hat sich jedenfalls erfolgreich im Unternehmen etabliert: Vor drei Jahren gestartet, befinden sich darin inzwischen über 230 Entwickler:innen, POs, Scrum Master, Security-Expert:innen und UX Designer, die den Blick über den Tellerrand feiern und ganz agil schnelle und gute Ergebnisse erzielen. Positiver Nebeneffekt: Dank der Scrum Quickies ist DATEV technologisch einfach immer top notch unterwegs.

Der Deep Dive IM ÜBERBLICK:
  • 07:50 – Ausschnitt aus dem DATEV-Tech-Stack
  • 08:55 – Die Ausgangssituation
  • 12:52 – Schattenseiten des Expertentums
  • 14:16 – Die Geburt des DATEV Flex Pools
  • 18:55 – Fragen aus dem Live-Chat
 

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