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Dennis Ritchie, Mitentwickler von Unix und der Programmiersprache C

What we wanted to preserve was a system around which fellowship could form

Von Deborah Liebig

 

 

What we wanted to preserve was not just a good environment in which to do programming, but a system around which fellowship could form. We knew from experience that the essence of communal computing, as supplied by remote-access, time-shared machines, is not just to type programs into a terminal instead of a keypunch, but to encourage close communication.

Dennis MacAlistair Ritchie war ein US-amerikanischer Informatiker, auch bekannt unter seinem Usernamen dmr. Er war maßgeblich an der Entwicklung von Unix und der Programmiersprache C beteiligt und schrieb das erste "Unix Programmer’s Manual".

Damals...

...im Jahr 1969, hatten Computer noch die Dimension von Kleiderschränken und waren kaum unter 100.000 Dollar zu haben. In dieser Zeit entwickelte der 28-jährige promovierte Physiker und Mathematiker zusammen mit seinem Kollegen Ken Thompson in nur 4 Wochen ein simples Multi-User-Betriebssystem mit dem Namen Unics. Es war ein revolutionäres System, das sich auf das Wesentliche konzentrierte und nur geringe Ansprüche an die Hardware stellte. Es folgte den Leitlinien "Einfachheit, Eleganz und leichte Bedienbarkeit".

Ein Jahr vorher hatte Ritchie für seine Arbeit über rekursive Programmierstrukturen "Program Structure and Computational Complexity" den Doktorgrad (Ph.D.) von der Universität Harvard erhalten. Und schon 1967 begann seine Karriere in in den Bell Telephone Laboratories ("Bell Labs") im Computing Sciences Research Center.

Für Unix konzipierte er zusammen mit Thompson und Brian W. Kernighan die Programmiersprache C. Als sie 1973 das Betriebssystem in der Sprache C komplett neu schrieben, legten sie damit die Basis für die weitreichende Portabilität von Unix. Ritchie schrieb gemeinsam mit Kernighan "The C Programming Language", auch bekannt unter ihren Initialen "K&R". Außerdem verfasste er die ersten sechs Ausgaben des "Unix Programmer's Manual".

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, denn der Unix-Quellcode war offen und kostenlos verfügbar. So wurde das System permanent um neue Funktionen erweitert. Über Unix und Linux sagte Ritchie später, sie seien "the continuation of ideas that were started by Ken and me and many others, many years ago."

Thompson und er erhielten viele Auszeichnungen, darunter der Turing Award (1983) und die National Medal of Technology (1999). US-Präsident Bill Clinton erklärte damals, Unix und C hätten die Computertechnologie stimuliert und so die führende Rolle der USA im Informationszeitalter gefördert.

Heute...

...dienen die Unix-Derivate wie Linux, OS X und Solaris noch immer als Betriebssysteme. Das Erfolgsrezept ist nach wie vor die Offenheit und Anspruchslosigkeit des Systems. Deshalb ist die auf Unix basierende Software bis heute - nach über 4 Jahrzehnten – nicht mehr aus der Computertechnik wegzudenken. C ist mit ihren modernen Varianten (wie etwa C++) eine der weltweit wichtigsten Programmiersprachen geworden.

Und Ritchie? Er arbeitete bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2007 bei Lucent Technologies/Bell Labs. Dort leitete er zuletzt die Forschungsabteilung für System-Software. Auch danach war er noch als Berater gefragt. Ritchie starb im Alter von 70 Jahren.

Bild: Dennis Ritchie (right) Receiving Japan Prize von Denise Panyik-Dale, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons, zugeschnitten

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