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Schwester Mary Kenneth Keller, BASIC-Mitentwicklerin

Nonne und erste Frau mit Doktortitel in der Informatik

Von Jenny Tiesler

 

 

We’re having an information explosion, among others, and it’s certainly obvious that information is of no use unless it’s available. – Schwester Mary Kenneth Keller

Als Programmiererin entwickelte Mary Kenneth Keller die Programmiersprache BASIC mit. Als Wissenschaftlerin wurde ihr 1965 als erste Frau der Doktortitel in der damals noch jungen Disziplin Computer Science verliehen – ihren Platz in der Geschichte der Informatik hat sie sicher.

Damals …

… im Jahr 1932 trat Mary Kenneth Keller, geboren 1914 in Ohio, in den Orden Sisters of Charity of the Blessed Virgin Mary ein und legte 1940 ihr Gelübde ab. Die Geschichte von Nonnen, die sich für die Bildung einsetzen ist lang und alles andere als neu. Aber die Geschichte einer Nonne, die sich für Technologie und ihren Einfluss auf die Bildung stark machte, ist etwas Besonderes und lohnt sich, erzählt zu werden. Ihren Namen kennen die wenigsten, obwohl sie bei der Entwicklung der Programmiersprache BASIC, die in der 70er und 80er-Jahren auf so gut wie jedem Heimcomputer, darunter auch dem Comodore 64, vorinstalliert war, neben zwei Männern die Dritte im Bunde war.

Nach ihrem Eintritt in den Orden studierte Mary Kenneth Keller an der DePaul University in Chicago und schloss 1943 mit einem Bachelor in Mathematik ab. Mit ihrem Master in Mathematik und Physik in der Tasche begann sie 1958 als erste Frau am Computer Science Center des Dartmouth College zu arbeiten. Ein reines Männerinstitut, das für die begabte Mathematikerin eine Ausnahme machte. Gemeinsam mit John G. Kemeny und Thomas E. Kurtz entwickelte sie die dort die Programmiersprache BASIC (Beginner’s All-purpose Symbolic Instruction Code). BASIC, eine imperative Programmiersprache, sollte den Elektrotechnik-Studenten am College den Einstieg ins Programmieren erleichtern, bevor sie sich mit wesentlich komplexeren Sprachen wie FORTAN beschäftigten. Denn bevor es BASIC gab, konnten nur Wissenschaftler:innen Software schreiben – mit der leicht erlernbaren Interpretersprache BASIC änderte sich das. Die Sprache revolutionierte die Computerprogrammierung, denn mit BASIC-Kenntnissen konnte nun jede:r eigene Software schreiben.

Schwester Mary Kenneth Keller stellte sich eine Welt vor, in der Computer die Menschen schlauer machen und lernen, selbstständig zu denken. Sie glaubte nicht nur an Gott, sondern auch an das Potenzial durch Computer Bildung zu fördern und den Zugang zu Informationen zu verbessern. Ihren Ph.D. beendete sie 1965 und gehörte mit Irving Tang zusammen zu den ersten zwei Menschen überhaupt, die einen Doktortitel in der Informatik erlangten – und sie war die erste Frau in den USA (und wahrscheinlich weltweit) mit dieser Auszeichnung. Nach ihrer Promotion gründete sie an der Clarke University in Dubuque, Iowa, den Lehrstuhl für Informatik und unterrichtetet dort die nächsten 20 Jahre. Während dieser Zeit ermutigte sie vor allem Frauen, Informatik zu studieren und organisierte Kurse für berufstätige Mütter, die ihre Kinder mit in den Unterricht bringen durften.

“For the first time, we can now mechanically simulate the cognitive process. We can make studies in artificial intelligence. Beyond that, this mechanism [the computer] can be used to assist humans in learning. As we are going to have more mature students in greater numbers as time goes on, this type of teaching will probably be increasingly important.” – Schwester Mary Kenneth Keller

Schwester Mary Kenneth Keller erkannte vor vielen anderen, welche wichtige Rolle Computer in der Welt spielen würden. Dabei hatte die Visionärin besonders die Zukunft der Bildungstechnologie fest im Blick. An ihrem Lehrstuhl richtete sie deshalb den Masterstudiengang “Computer Applications in Education” ein. Sie sagte auch die Bedeutung von Computern in Bibliotheken voraus und sah das hervorragende Potenzial von Computern für die Forschung sämtlicher Fachbereiche noch bevor es die erste Suchmaschine gab.

Keller sprach sich dafür aus, nicht nur Informatiker:innen, sondern allen Menschen den Zugang zu Computern zu ermöglichen. Ihr zu Ehren vergibt die Clarke University (ehemals Clarke College) das Mary Kenneth Keller Computer Science Scholarship. Die Ordensschwester starb im Alter von 71 Jahren am 10. Januar 1985 in Dubuque, Iowa.

Heute …

… ist die Liste der BASIC-Dialekte lang. Bis Mitte der 80er-Jahre hatten so gut wie alle Besitzer:innen eines Computers BASIC-Programmierkenntnisse, denn schon beim Einschalten startete der BASIC-Interpreter und weitere Programme konnten per Befehl geladen werden. Auch Microsofts erstes Betriebssystem MS-DOS enthielt einen BASIC-Interpreter. Ein Wandel trat ein, als anderen Hochsprachen wie C für Heimcomputer verfügbar wurden, die nur unzureichend von BASIC-Interpreter unterstützt wurden und Entwickler:innen anfingen, sich mit Assemblern auseinanderzusetzen. Trotzdem ist BASIC mit seinen unzähligen Dialekten nicht im Aktenschrank der Programmiersprachen eingemottet worden. Nach wie vor wird die Sprache besonders gern eingesetzt, um Menschen in die Welt der Programmierung einzuführen, z.B. im Informatikunterricht an Schulen – ganz im Sinne Schwester Mary Kenneth Kellers. 

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