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Manuel Sedlak, Teamleiter SAP Cloud Delivery

Manuel Sedlak

„Bei uns kann jeder alles erreichen“.

Von Manuel Sedlak

 

 

Diversität gilt als ein Erfolgsfaktor der Zukunft. Gemischte Teams arbeiten erfahrungsgemäß kreativer, treffen bessere Entscheidungen und sind produktiver. Die IT-Branche hat allerdings noch Nachholbedarf. Anders ist es im Team „SAP Cloud Delivery“ von Manuel Sedlak beim deutschen IT-Full-Service-Provider Nagarro ES. Der 35-Jährige hat viele junge Talente unter sich, darunter auch Quereinsteiger:innen. Sein Leitsatz: „Bei uns kann jeder alles erreichen“.

Manuel, was macht dein Team besonders?

Wir sind ein relativ junges Team – und das meine ich nicht nur in Bezug auf das Alter der Kolleg:innen, denn tatsächlich haben wir einen Altersschnitt von circa 30 Jahren. Ich meine das vor allem in Bezug auf die Zusammensetzung. Begonnen habe ich mit zwei Kollegen, inzwischen sind wir 16; und wir wachsen weiter. Was uns antreibt ist unsere Motivation und unser Thema: als Cloud Delivery Team innerhalb eines IT-Full-Service-Providers landen die neuen, innovativen Themen meist zuerst bei uns auf dem Tisch.
Im Team vier Beraterinnen zu haben – das klingt erst mal wenig, mit einem Schnitt von 25 % sind wir in der IT aber ganz gut unterwegs. Ich sehe hier noch großes Wachstumspotenzial. Denn Frauen machen aktuell in Deutschland in der IT nur 18 % aus.
Was mich besonders freut ist, dass wir eine sehr hohe Retention bei uns im Team haben. Das zeigt mir, dass die Kolleg:innen sich bei uns wohlfühlen und wir gemeinsam in die richtige Richtung gehen. Dass das so ist, erkläre ich mir vor allem damit, dass wir als Team wachsen. Der Großteil meines Teams besteht aus Kolleg:innen im dritten Berufsjahr, die direkt nach dem Studium oder als Quereinsteiger zu uns gekommen sind. Zusätzlich haben wir regelmäßig Student:innen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg bei uns im Team, die wir auch übernehmen.
Wichtig sind für mich nicht zwangsläufig die Erfahrung oder die Skills – das können wir alles beibringen. Ich brauche Persönlichkeiten, die etwas bewegen und sich selbst weiterentwickeln wollen.

Wie reagieren Kunden, wenn du mit einem so jungen Team auftrittst?

Die Akzeptanz kommt spätestens dann, wenn Kunden merken, dass das Team fachlich kompetent ist und lösungsorientiert arbeitet. Dafür eignet sich das Thema Cloud besonders, denn es ist relativ neu und viele kennen die Fallstricke (noch) nicht. Hier kommen wir dann ins Spiel. Aber ich muss doch sagen: Unser junges Team ist ein Wettbewerbsvorteil, denn wir sind sehr dynamisch und agil unterwegs. Das fördert auch unser Unternehmen, denn unser Management weiß, dass wir nur so einen Mehrwert für unsere Kunden liefern können: Durch unsere Skills und unsere Erfahrung, die wir in vielen Projekten gesammelt und vertieft haben.

Was macht die Zusammenarbeit mit jungen MitarbeiterInnen besonders?

Was mir auffällt ist, dass junge Menschen viel mehr Feedback einfordern und an ihrer Weiterentwicklung interessiert sind. Das bedeutet, ich führe nicht nur die klassischen Jahresendgespräche, sondern auch ganz individuell auf das einzelne Teammitglied angepasste Gespräche unter dem Jahr. Mir geht es darum, die beruflichen Ziele gemeinsam zu verfolgen und das persönliche Wohlbefinden eines jeden Einzelnen sicherzustellen. Denn nur in einem sicheren und inspirierenden Umfeld findet Wachstum statt. Und obwohl das eher zeitintensiv für mich ist, mache ich das gerne. Nicht nur, weil es meine Aufgabe ist, sondern auch, weil wir so eine enge Begleitung sicherstellen, die im Team gut ankommt. Das hilft uns als Unternehmen, die Kultur zu stärken und Talente lange zu binden.

Was sind die größten Herausforderungen als Führungskraft?

Ich arbeite seit neun Jahren im Unternehmen und meine Rolle hat sich jedes Jahr verändert. Als ich Teamleiter wurde, hatte ich nur zwei Mitarbeitende unter mir – das bedeutete wesentlich weniger Führungsaufgaben als aktuell. Gleichzeitig arbeite ich aufgrund meiner Berufserfahrung weiterhin operativ in der Projektleitung. Beides nimmt so viel Zeit ein, dass die strategische Weiterentwicklung des Produkts und des Portfolios oft zu kurz kommt. In Zukunft möchte ich mehr Verantwortung an meine MitarbeiterInnen abgeben und mich intensiver um die Strategie kümmern.

Wie unterstützt das Unternehmen dich dabei?

Das Unternehmen hat mich auf die Rolle als Führungskraft vorbereitet und mich auf dem Weg begleitet. Ich habe am Young Talent Programm, das den Fokus auf die persönliche Weiterentwicklung legt, und einem Programm zur fachlichen Weiterbildung, „Own IT“, bei dem es um Teamleiter- und arbeitsrechtliche Themen geht, teilgenommen. Über alltägliche Fragen tausche ich mich mit meinem eigenen Chef aus. Ansonsten führe ich so, wie ich mir das selber wünsche.

Wie gehst du mit dem Thema Fachkräftemangel um?

Auch wir haben Probleme, geeignete MitarbeiterInnen zu finden. Trotzdem konnten wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich wachsen. Für uns spricht, dass unser Job sehr abwechslungsreich ist und in vielen Bereichen die Möglichkeit bietet, sich weiterzuentwickeln. Das gilt vor allem für die Bereiche Fachwissen, IT-Wissen und soziale Kompetenzen. Wir sind ganz klar ein People Business. Es ist wichtig, sich mit dem Kunden zu verstehen, Präsentationen erstellen und Workshops leiten zu können. Um diese Skills zu verbessern, nehmen wir Mitarbeiter:innen früh mit zum Kunden und in die Beratung. Und wir bieten ihnen regelmäßig Schulungen an, zum Beispiel zum Thema Zeitmanagement oder in Englisch. Dadurch können wir nicht nur Wirtschaftsinformatiker:innen, sondern auch ehemalige Bankangestellte und Rettungssanitäter für uns gewinnen.

Aufgepasst: Wenn du Berufseinsteiger:in, Quereinsteiger:in oder IT-Expert:in bist und Interesse an einem spannenden Tech-Job hast, dann freuen wir uns auf deine Bewerbung! 

Dieses Interview ist bereits bei der S@pport erschienen.