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Sozioinformatik studieren

Wie verändert Digitalisierung die Gesellschaft?

Von Nicole Mikula

 

 

Sozioinformatik (social informatics) kombiniert Sozial- und Wirtschaftswissenschaften mit angewandter Informatik und ist ebenfalls unter dem englischen Begriff social informatics bekannt. In dem Studiengang steht die Interaktionen zwischen sozialen Gruppen und Softwaresystemen im Mittelpunkt.

Hier erfährst Du, was Dich in dem Studiengang der Sozioinformatik erwartet und welche Einsatzfelder nach dem Studium für Dich in Frage kommen. Im Übrigen ist die Sozioinformatik nicht mit der Sozialinformatik zu verwechseln, die sich auf die IT-Administration und Software in sozialen Einrichtungen spezialisiert. 

Das Studium der Sozioinformatik

Auf den ersten Blick haben Informatik und Soziologie wenig miteinander zu tun. Doch viele Dinge, die mittlerweile selbstverständlich sind, zeigen, dass die IT den privaten und beruflichen Alltag längst prägt und grundlegend verändert: z.B. durch die Kommunikationsmöglichkeiten in den sozialen Netzwerken oder die neuen, Branche für Branche umkrempelnden plattformbasierten Geschäftsmodelle. Sämtliche persönlichen und geschäftlichen Interaktionen sind heute IT-getrieben. Wer Software als eine isolierte Anwendung versteht, übersieht das umfassende Netzwerk, in dem sich jeder von uns täglich bewegt – und das fast alle Lebensbereiche abdeckt. Dadurch spielen nicht nur wirtschaftliche und rechtliche, sondern ethische Fragen eine immer größere Rolle. 

Im Sozioinformatik-Studium lernst Du, Software zu beurteilen und selbst zu entwickeln, ohne den gesellschaftlichen Kontext aus den Augen zu verlieren: Welche Auswirkungen haben technische Systeme auf die Gesellschaft? Und welche Methoden, Techniken und Prozesse verbessern die Interaktionen zwischen Mensch und Maschine

Während des Studiums erlernst Du z.B. Techniken wie Sustainability Design, das das Ziel verfolgt, IT-Umgebungen nachhaltig und effizient zu gestalten. Du bist in der Lage, ansprechende und verständliche Designs, wirkmächtige Default Settings, klare Handlungsaufforderungen und Feedbacks auf Nutzerhandlungen bei der Gestaltung von Benutzeroberflächen zu berücksichtigen und optimal zu gestalten. Auf Deinem Studienplan stehen Vorlesungen aus den Bereichen der

  • Informatik,
  • Volks- und Betriebswirtschaftslehre, 
  • Rechts- und Gesellschaftswissenschaften.

Deine Einsatzfelder als Sozioinformatiker

Zu den Aufgaben eines Sozioinformatikers gehört es, nutzerorientierte IT-Produkte zu entwickeln, insbesondere für große Kundengruppen. Das können beispielsweise soziale Plattformen, Apps oder eingebettete Systeme im Bereich Smart Home sein. 

Vor allem Systemhäuser, politische Berater und Forschungseinrichtungen sind vermehrt auf der Suche nach Informatikern, die Software und Benutzer als komplexes, wechselseitig abhängiges System verstehen und bei der Entwicklung neuer Lösungen berücksichtigen. Ein besonderes aktuelles Beispiel in der Politik sind E-Government und E-Demokratie: Ziel ist es, den Informationsaustausch zwischen Bürgern, Unternehmen und staatlichen Parteien zu erleichtern und bestehende bürokratische Prozesse zu vereinfachen. 

Deine möglichen Tätigkeitsfelder als Sozioinformatiker:

  • IT-Produktdesign
  • Requirements Engineering
  • Digital Analytics

Arbeitgeber, die Sozioinformatiker suchen:

Informatiker, die sowohl sozialwissenschaftliche Fachkompetenzen als auch ein tieferes Verständnis für die Thematik mitbringen, sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Wenn Du Dich neben Informatik und Wirtschaft für die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen der IT-Entwicklungen interessierst und begeisterst, könnte dieses Studium das Richtige für Dich sein.

Sozioinformatik bietet bislang nur die TU Kaiserslautern als eigenständigen Studiengang an. Wenn Du Informatik, Medien und Gesellschaft oder IT-Produktmanagement studierst, kannst Du häufig entsprechende Schwerpunkte wählen, um Dich zu spezialisieren. Die HS Furtwangen bietet z.B. die Vertiefung Sozioinformatik an.

tl;dr:
  • Sozioinformatik kombiniert Sozial- und Wirtschaftswissenschaften mit angewandter Informatik.
  • Im Studium lernst Du, Software zu beurteilen und selbst zu entwickeln, ohne den gesellschaftlichen Kontext aus den Augen zu verlieren.
  • Als Sozioinformatiker bist Du bspw. in den Bereichen IT-Produktdesign, Webentwicklung und Requirements Engineering tätig.
 

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