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Industrie 4.0

Informatiker und Ingenieure treiben Seite an Seite die Digitalisierung der Unternehmen voran

Von Ilka Fey

 

 

    Fabriken, die auf Knopfdruck selbständig Güter herstellen. Autos, die mehr Daten versenden, als Dein Smartphone und untereinander kommunizieren. Die sogenannte Industrie 4.0 katapultiert neue Technologien und IT-Lösungen aus den Universitätslaboren in die Produktionshallen und die dort entstehenden Produkte. Sie verzahnt die Produktion mit Informations- und Kommunikationstechnik. Dadurch lassen sich u.a. die Produktionskosten minimieren, die Fertigungszeiten reduzieren, die Lieferketten werden transparenter und die Prozesse von der Bestellung bis zur Auslieferung vollautomatisiert. Vor diesem Hintergrund spricht man auch von der Vierten industriellen Revolution – nach den vorangegangenen maschinellen, elektrischen und programmgesteuerten Innovationen, die der Industrie einen Entwicklungsschub verpasst haben. Der Begriff der Industrie 4.0 wurde ursprünglich von den Physikern Henning Kagermann und Wolf-Dieter Lukas und dem Informatiker Wolfgang Wahlster geprägt wurde.

    Als IT-Experte, der sich mit Cloud Computing, Big Data und IT-Security auskennt, hast Du sehr gute Berufsaussichten. Wo Du als IT’ler in der Industrie arbeiten und worauf Du Dich dabei spezialisieren kannst, erfährst Du hier.

    Was kommt auf Dich zu?

    Je mehr die gesamte industrielle Wertschöpfungskette digitalisiert und optimiert wird, desto vielfältiger werden Deine zukünftigen Jobprofile als Informatiker, unter anderem in diesen Einsatzfeldern:

    • Smart Factory: Dabei geht es um IT-Lösungen, die die Produktion verbessern. Sie stellt eine Produktionsumgebung zur Verfügung, die sich im besten Fall ohne menschlichen Eingriff selbst organisiert, wie beispielsweise Fertigungsanlagen und Logistiksysteme.

    • Produkt-IT: Hier kommen IT-Lösungen im hergestellten Produkt zum Einsatz. Mittels Sensoren und Embedded Systems definierst Du Funktionsspektren und die technischen Eigenschaften der hergestellen Waren.

    • Corporate-IT: Geht Hand in Hand mit der Produkt-IT. Du entwickelst beispielsweise Komponenten und Apps, die für die "Digital Customer und Service Experience" notwendig sind. Darunter versteht man die digitale Kundenbeziehung. Das heißt, dass im Gegensatz zu isolierten Kommunikationskanälen eine umfassende, databasierte Beziehung zum Kunden entstehen soll, um die Kundenbindung an das Unternehmen bzw. dessen Marken zu stärken.

    • Business Support-IT: intelligente IT-Lösungsarchitekturen für geschäftskritische Prozesse - vom Dokumentenmanagement bis hin zu komplexen Netzwerkmanagement-, Cloud-, Analyse- und Sicherheitslösungen.

    Im Bereich Smart Factory kannst Du z.B. als Machine-to-Machine-Software-Entwickler (M2M) tätig werden: Du programmierst smarte Produktionsanlagen, die autonom miteinander kommunizieren und interagieren können. Du stellst den automatisierten Informationsaustausch zwischen verschiedenen Endgeräten sicher, wie z.B. Maschinen, Automaten, Fahrzeugen oder Containern – entweder untereinander oder mit einer zentralen Leitstelle. Die eingebetteten Systeme bilden jedoch auch einen Angriffspunkt. Als IT-Sicherheitsexperte schützt Du Produktionsanlagen vor Schadcode und Hackerangriffen.

    Beide Berufe kannst Du auch im Kontext Produkt-IT ausüben. Du programmierst auf der einen Seite zum Beispiel Embedded Software in einem vernetzten Auto, sprich softwaregesteuerte, verteilte Systeme wie ABS, adaptives Fahrwerk oder Tempomat. Auf der anderen Seite sorgst für die Sicherheit der entsprechenden Software oder Du wirkst als Human-Machine Interaction Designer bei der intuitiven, effizienten Gestaltung der Benutzeroberfläche von smarten Produkten mit.

    In der Business Support-IT bist Du als Spezialist für Cloud Lösungen sehr gefragt. Zum Beispiel ist Deine Aufgabe als Cloud Architect die Migration in den Datenspeicher zu leiten und für die Ausfallsicherheit, das Design und die Verwaltung der Speicher-Umgebung zu sorgen. Im gesamten Kontext der Industrie 4.0 fallen gewaltige Datenmengen an, die Du als Big Data Scientist auswertest, interpretierst, zielgruppengerecht aufbereitest und weiterverwendest.

    Du suchst einen Berufseinstieg in der Automobilindustrie, der Telekommunikationsbranche oder der Energiewirtschaft? Angehende Experten für Big Data, IT-Security oder Cloud Computing haben in der Industrie 4.0 sehr gute Berufsaussichten.Bei uns findest Du industrielle Unternehmen, die IT-Talente wie Dich suchen.

    Wo kannst Du arbeiten?

    In der Industrie 4.0 sind insbesondere diejenigen Einsatzfelder interessant, die die industrielle und private Gebrauchsgegenstände "intelligent" upgraden. Das Internet of Things (kurz: IoT) ist ein Sammelbegriff für die Kommunikationsgrundlage der Industrie 4.0. Die Informations- und Kommunikationstechnik ermöglicht es,physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechnik zusammenarbeiten zu lassen. Ein spannendes IoT-basiertes Projekt ist CityPulse aus den Niederlanden. Es gleicht Daten zum Geräuschpegel in den Straßen mit Social-Media-Nachrichten ab, damit sicherheitsrelevante Vorfälle besser identifiziert werden können. So kann die Polizei gezielt alarmiert werden und beispielsweise die Straßenbeleuchtung an die Anforderungen angepasst werden. Es bieten also nicht nur Produktions– und Fertigungsbetriebe Einsatzfelder in der Industrie 4.0 , sondern ein viel breiteres Feld von der Verkehrsinfrastruktur bis hin zu IT-Security Dienstleistern.

    tl;dr:
    • Die Industrie 4.0 steht für neue Technologien und IT-Lösungen. Dort geht die Produktion Hand in Hand mit State-of-the-Art Kommunikations- und Informationstechnik.
    • Spannende Berufsaussichten in der digitalisierten Industrie hast Du vor allem in den Bereichen Cloud Computing, Big Data und IT-Security.
    • Smart Factory, Produkt-IT und Business Support-IT sind die drei Kernfelder, in denen Du die smarte Vernetzung und Optimierung von Design, Konstruktion und Produktion vorantreibst.
    • Es gibt ein breites Einsatzfeld in der Industrie 4.0: Nicht nur in Produktionsanlagen und Fertigungsbetrieben, sondern auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur bis zu IT-Security Dienstleistern.
     

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