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Der IT-Lebenslauf

Wie sieht er aus? Was schreibst Du rein? Und was möchten die Arbeitgeber wirklich lesen?

Von Deborah Liebig

 

 

Die Visitenkarte Deiner Bewerbung in der IT-Branche ist der Lebenslauf, weil er Deinen bisherigen Werdegang darstellt. Er gibt dem Arbeitgeber erste Anhaltspunkte, sich ein Bild von Dir zu machen und kann im Zweifel über Zusage oder Absage entscheiden. Hier sind die wichtigsten Tipps speziell für Informatiker:

Das muss rein

  • Hard Facts: Zum obligatorischen Inhalt gehören Deine Kontaktdaten und Dein Bildungsweg von der Schule bis heute. Falls Du freiwillig Wehr- oder Zivildienst geleistet oder Dich ehrenamtlich betätigt hast, gehört das natürlich auch zu Deinem Werdegang. Außerdem sollten alle erreichten Qualifikationen wie Sprachkenntnisse, Auslandsaufenthalte, Praktika, Workshops und Werkstudententätigkeiten mit hinein. Der Nachweis über Zertifikate oder Referenzen ist wichtig. Achte aber darauf, dass Du nur die Leistungsnachweise mitsendest, die für die jeweilige Stelle auch relevant sind.
  • Praxiserfahrungen: Kernelement Deines Lebenslaufs ist Deine praktische IT-Erfahrung, die Du am besten in einer gesonderten Projektliste aufführst. Damit kann schneller beurteilt werden, ob Deine Programmierkenntnisse zur ausgeschriebenen Stelle passen. In die Projektliste gehören Angaben zum Kontext, das heißt wann, wo und mit welchem Ziel das Projekt bearbeitet wurde. Der Zeitraum, Dein genauer Tätigkeitsbereich und die von Dir verwendeten Programmiersprachen, Frameworks und Tools. Achte auch hier auf die Stelle, auf die Du Dich bewirbst. Wenn beispielsweise Javakenntnisse gefordert werden, solltest du angeben, wann und in welchem Zusammenhang Du diese Sprache zuletzt verwendet hast.
  • Skills: Du solltest zusätzlich Deine technischen Skills nochmal gesondert im Lebenslauf aufführen. Vor allem die Programmiersprachen, Frameworks und Tools interessieren die Unternehmen besonders. Nach diesen scannen die Personaler bzw. die Kollegen aus der IT-Fachabteilung die Lebensläufe häufig als allererstes.
  • Hobbies: Ob Hobbies generell in den Lebenslauf gehören, ist umstritten. Zu den obligatorischen Pflichtangaben gehören sie nicht. Es kann aber taktisch klug sein, seine persönlichen (technischen) Leidenschaften zu nennen. Als Berufseinsteiger ist es zu empfehlen, dass Du auch Deine Hobbies kurz angibst. Wenn Du z.B. schon im Jugendalter in einer Informatik-AG warst, kann das nur einen positiven Eindruck hinterlassen.
  • Bewerbungsfoto: Auch ein Foto muss nicht Teil Deiner Bewerbung sein, ist aber für den ersten Eindruck immer zu empfehlen. Das Bewerbungsfoto fängt grundsätzlich den ersten Blick ein und sollte daher unbedingt von einem professionellen Fotografen gemacht werden – die Investition lohnt sich, denn der erste Eindruck zählt.
  • Tipp: In den USA ist es üblich ein sogenanntes "Career Objective" in einem knackigen Satz zu formulieren und den Lebenslauf-Stationen voranzustellen. Du fasst in einem Satz zusammen, was Dein konkretes, nächstes berufliches Ziel ist. So kannst Du die Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen auf einfache, aber effektive Weise auf Dich lenken. Denn Du hebst Dich mit diesem einen Satz von den standardisierten Lebensläufen der anderen Bewerber ab.

Das hat Struktur

  • Aufbau: Es gibt viele Methoden, den Lebenslauf zu formatieren. Die gängigste – und übersichtlichste – ist der tabellarische Aufbau. Man muss hier nicht das Rad neu erfinden, da es im Lebenslauf weniger um Kreativität als um harte Fakten geht. Du kannst Dich also guten Gewissens an die klassische Variante halten. Hierbei ist die linke Spalte für die Angabe des Zeitraums (Monat und Jahr) reserviert, während Du auf der rechten Spalte beispielsweise Deine Tätigkeit sowie Deinen Arbeitgeber nennst. Halte die Angaben so kurz und prägnant wie möglich und am besten in Stichpunkten. 
  • Reihenfolge: Wenn Du Deinen Lebenslauf chronologisch anordnen möchtest, orientierst Du dich an Deinen biografischen Daten und fängst zunächst mit deiner schulischen und beruflichen Ausbildung an. Danach stellst Du Deinen beruflichen Werdegang dar. In der amerikanischen Variante ist die Reihenfolge umgekehrt chronologisch. Du beginnst also mit Deiner aktuellen Tätigkeit um nennst Deine Schulausbildung zum Schluss. Personalverantwortliche haben meist wenig Zeit und damit sie Deinen aktuellen Status direkt sehen, fällt dieser ihnen nach der amerikanischen Variante deutlich schneller ins Auge.
  • Schreibstil: Am besten, Du hälst Dich beim Schreiben Deines Lebenslaufs immer kurz und knapp: Stichpunkte reichen. Es geht weniger um kreative Formulierungen als vielmehr um Fakten und Zahlen.
  • Anhänge: Um dem Lebenslauf in Deiner IT-Bewerbung ein Bewerbungsfoto hinzuzufügen, hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder Du fügst Dein Foto oben auf der rechten Seite neben Deinen Kontaktdaten im tabellarischen Lebenslauf ein. Oder Du legst ein extra Titelblatt an, auf dem Dein Foto und Deine Kontaktdaten zu finden sind. Alle Deine Schul-, Hochschul- und Arbeitszeugnisse hängst Du dem Lebenslauf an. Packe Sie alle in eine PDF-Datei, damit der Personaler nicht unzählige einzelne Dateien von Dir bekommt.
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